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LNG- und LPG-Sicherheitsventile für kryogene Systeme, Lagersysteme und Druckentlastungssysteme

LNG- & LPG-Druckentlastung

LNG- und LPG-Sicherheitsventile für kryogene Systeme, Lagersysteme und Verdampfersysteme

LNG- und LPG-Sicherheitsventile schützen kryogene Transferleitungen, Lagertanks, Verdampfer, Verladestationen (Skids), Druckaufbausysteme, Transferpumpen, Dampfrückführleitungen, Kompressoraggregate und blockierte Flüssigkeitsabschnitte vor Überdruck. LNG-Anwendungen sind geprägt von kryogenen Temperaturen, Verdampfungsgas (Boil-off Gas) und der Ausdehnung von eingeschlossener Flüssigkeit, während LPG-Anwendungen von Dampfdruck, Brandeinwirkung, gesättigtem Flüssig-Dampf-Verhalten und sicherer Ableitung dominiert werden.

Kernkomponenten Kryogene Leitungen, Lagertanks, Verdampfer, Pumpen und Verladestationen (Skids)
Wichtige Entlastungsfälle Thermische Ausdehnung, Verdampfungsgas (Boil-off Gas), Brandeinwirkung und blockierter Ausgang
Service-Risiken Kryogene Versprödung, Dampferzeugung, LPG-Brandfall und Entlüftungssicherheit
Angebotsausgabe Datenblatt, Medium, Ansprechdruck, Kapazitätsbasis und Prüfdokumente
Branchenanwendungen

Einsatzorte von Sicherheitsventilen in LNG- und LPG-Systemen

LNG- und LPG-Anwendungen sind beides Druckentlastungsdienste für Kohlenwasserstoffe, aber sie sollten nicht für die gleiche Ventilaufgabe spezifiziert werden. LNG ist ein kryogener Flüssigkeitsdienst bei ca. -162 °C, während LPG normalerweise Propan, Butan oder gemischtes LPG umfasst, das als gesättigtes Flüssig-Dampf-System unter Druck gelagert wird.

LNG-Lager- und BOG-Systeme

Eingesetzt an LNG-Lager-bezogenen Aggregaten, Verdampfungsgas-Leitungen (Boil-off Gas), Druckaufbausystemen, Dampfhandling-Stationen (Skids) und Gasversorgungsleitungen. Wichtige Prüfungen umfassen Tieftemperaturmaterialien, Dampferzeugung, blockierten Ausgang und sichere Entlüftung.

LNG-Transferleitungen

Eingesetzt auf Flüssigtransferleitungen, Ladearmen, Entladeleitungen, Kälteboxen und blockierten kryogenen Abschnitten. Die thermische Ausdehnung von eingeschlossener Flüssigkeit ist oft der wichtigste Überdruckfall. Die Auswahl eines Sicherheitsventils für LNG oder LPG sollte erst erfolgen, nachdem das glaubwürdige Überdruckszenario definiert wurde. Kryogene Flüssigkeitsausdehnung, Dampferzeugung, Brandeinwirkung und blockierte Auslässe können sehr unterschiedliche erforderliche Abblasekapazitäten erzeugen.

LNG-Verdampfer

Eingesetzt an Umgebungsverflüssigern, Wasserbadverdampfern, dampfbeheizten Verdampfern und Einspeise-Skids. Die Überdruckprüfung sollte Wärmeeintrag, Auslassblockade, Ausfall des nachgeschalteten Reglers und Dampferzeugung berücksichtigen.

LPG-Tanks und Kugeln

Eingesetzt an Propan-, Butan- und LPG-Gemischspeichertanks. Brandeinwirkung, Dampfdruck, Füllzustand, Flüssigkeitsausdehnung und sichere Ableitungsrichtung sind zentral für die Auswahl.

LPG-Lade- und Entladeskids

Eingesetzt an LKW-Ladeskids, Eisenbahnwaggonladung, Transferpumpen, Dampfrückführleitungen und Messskids. Überdruckfälle umfassen Pumpen-Totlauf, thermische Ausdehnung, blockierten Auslass und Schlauchisolierung.

LPG-Verdampfer und Brenngassysteme

Eingesetzt an LPG-Verdampfern, Druckreduzierstationen, Brennstoffgasversorgungs-Skids und Brennersträngen. Das Ventil muss auf die Verdampferkapazität, den Reglerausfall und die nachgeschalteten Druckgrenzen abgestimmt sein.

Analyse von Überdruckfällen

Auswahl von LNG- und LPG-Sicherheitsventilen beginnt mit der Ursache des Überdrucks

Ein Sicherheitsventil für LNG oder LPG sollte erst ausgewählt werden, nachdem das glaubwürdige Überdruckszenario definiert wurde. Kryogene Flüssigkeitsausdehnung, Dampferzeugung, Brandeinwirkung und blockierter Auslass können sehr unterschiedliche erforderliche Abblasekapazitäten erzeugen.

01

Eingeschlossene kryogene Flüssigkeitsexpansion

LNG, das sich zwischen geschlossenen Ventilen befindet, kann sich erwärmen und ausdehnen. Selbst ein kurzer, blockierter Flüssigkeitsabschnitt kann einen starken Druckanstieg verursachen. Thermische Überdruckventile sollten dort installiert werden, wo kryogene Flüssigkeit isoliert werden kann.

02

Abdampfgas und Wärmeleck

LNG-Speicher- und Transportsysteme erhalten immer Wärme aus der Umgebung. Die Erzeugung von Abdampfgas kann den Druck erhöhen, wenn Dampfhandhabungs-, Entlüftungs- oder Ausspeisesysteme eingeschränkt sind.

03

Blockierung des Verdampferauslasses

LNG- oder LPG-Verdampfer können weiterhin Dampf erzeugen, wenn der nachgeschaltete Durchfluss eingeschränkt ist. Die Überprüfung des Überdruckschutzes sollte die Verdampferleistung, die Wärmeeinbringung, die Druckgrenze am Auslass und die Anordnung der nachgeschalteten Regler umfassen.

04

LPG-Brandbelastung

LPG-Behälter enthalten gesättigte Flüssigkeits-Dampf-Kohlenwasserstoffe. Externe Brandbelastung kann die Dampferzeugung und den Behälterdruck schnell erhöhen. Die Überdruckkapazität für Brandfälle und die Auslassrichtung müssen gemeinsam geprüft werden.

05

Pumpen-Totlauf oder blockierter Auslass

LPG-Transferpumpen, LNG-Ausspeisepumpen und Ladesysteme können Leitungen überlasten, wenn nachgeschaltete Ventile geschlossen sind. Die Pumpenkennlinie, der maximale Auslassdruck und die Nennleistung der geschützten Leitung sollten überprüft werden.

06

Reglerausfall oder Druckreduzierungsstörung

LPG-Verdampfer, Erdgas-Skids und LNG-Ausspeisesysteme enthalten oft Regler. Ein Reglerausfall kann nachgeschaltete Rohrleitungen oder Verbraucher einem höheren Druck aussetzen als vorgesehen.

Daten für Anwendungsfälle

Anwendungsfälle für LNG- und LPG-Sicherheitsventile mit typischen RFQ-Daten

Diese Fälle zeigen, wie die Anforderungen an LNG- und LPG-Sicherheitsventile üblicherweise vor der Modellauswahl beschrieben werden. Die endgültige Auslegung muss anhand des Projektdatenblatts, des geltenden Regelwerks, verifizierter Auslegungsberechnungen und einer Sicherheitsüberprüfung vor Ort bestätigt werden.

Fall 1: Thermisches Sicherheitsventil für LNG-Transferleitung

Kryogenes thermisches Überdruckventil
Geschütztes Equipment: Blockierte LNG-Transferleitung
Medium: Flüssigerdgas
Service-Temperatur: ca. -162°C / -260°F
Ursache der Druckentlastung: Ausdehnung von eingeschlossener Flüssigkeit
Ansprechdruck: Unterhalb der Auslegungsgrenze der geschützten Leitung
Abblaseleitung: Sichere Entlüftung, Rückführungs- oder Rückgewinnungssystem
Materialfokus: Tieftemperaturzähigkeit
Wichtige Überprüfung: Kryogenes Material, Vereisung am Auslass, Ableitungsführung und Dichtheit des Sitzes

LNG-Thermosicherheitsventile sind oft kompakt, aber der Einsatz ist anspruchsvoll. Das Ventil muss bei kryogenen Temperaturen geeignet sein und an einen sicheren Ort abblasen, an dem Kaltgas, Frost oder die Ansammlung von brennbarem Gas kein Sekundärrisiko darstellen.

Fall 2: Sicherheitsventil am Ausgang von LNG-Verdampfern

Verdampferschutz
Geschütztes Equipment: Ausgangsleitung des LNG-Verdampfers
Medium: Erdgas nach der Verdampfung
Normaldruck: 8–20 barg typischer Projektbereich
Ansprechdruck: Auslegungswert nach dem Projekt
Ansprechtemperatur: Kaltgas bis Umgebungstemperatur, abhängig vom Verdampfer
Ursache der Druckentlastung: Ausgangsblockade oder Reglerausfall
Abblaseleitung: Sicheres Entlüftungs- oder Fackelsystem
Wichtige Überprüfung: Verdampferleistung, Gaskapazität, Tieftemperaturübergang und Entlüftungsort

Die Auslassventile des Verdampfers sollten basierend auf der maximalen Gaserzeugung des Verdampfers und der nachgeschalteten Druckgrenze ausgewählt werden. Das Ventil kann während des Anfahrens oder bei Störungen kaltes Gas führen, daher sollten der Temperaturbereich und die Materialeignung bestätigt werden.

Fall 3: LNG-Verdampfungsgasleitung PSV

BOG-Druckregelung
Geschütztes Equipment: BOG-Header oder Verdichtersaugkopf
Medium: Methanreiches Verdampfungsgas
Normaldruck: Niederdruck-Terminal oder Paketwert
Ansprechdruck: Basis für Auslegungsdruck des Geräts
Ursache der Druckentlastung: Kompressor-Abschaltung oder blockierter BOG-Abfluss
Ansprechtemperatur: Kaltes Gas, standortspezifisch
Abblaseleitung: Fackel-, Entlüftungs- oder Rückgewinnungssystem
Wichtige Überprüfung: Tieftemperatur-Gas, Kapazität, Gegendruck und sichere brennbare Ableitung

Die BOG-Entlastung sollte nicht als normale Erdgasdienst behandelt werden, ohne Temperatur, Betriebsdruck und Ableitungssystem zu prüfen. Gegendruck und Entlüftungsführung sind kritisch, wenn das Ventil in eine Fackel oder ein Rückgewinnungssystem entlädt.

Fall 4: PSV für LPG-Lagertank bei Brand

Brandexposition
Geschütztes Equipment: LPG-Kugel- oder Lagertank
Medium: Propan / Butan-Gemisch
Normalzustand: Sättigungsdampf-Flüssigkeits-Dienst
Ansprechdruck: Behälter-Datenblattwert
Ursache der Druckentlastung: Externe Brandeinwirkung
Erforderliche Daten: Benetzte Oberfläche und Flüssigkeitszusammensetzung
Abblaseleitung: Erhöhte sichere Ableitung oder Fackelsystem
Wichtige Überprüfung: Brandfall-Kapazität, Dampfdruck, Reaktionskraft und Ableitungsrichtung

Die Entlastung von LPG-Speichern wird normalerweise durch Brandeinwirkung oder Dampfdruckanstieg bestimmt. Die Angebotsanfrage sollte Lagerbedingungen, Zusammensetzung, Ansprechdruck, erforderliche Kapazitätsbasis, Ableitungsrichtung und Dokumentationsanforderungen enthalten.

Fall 5: Entlastung der LPG-Transferpumpenentladung

Pumpen-Totlauf
Geschütztes Equipment: LPG-Transferpumpen-Druckleitung
Medium: Propan, Butan oder gemischtes LPG
Normaldruck: Abhängig von Pumpen- und Lagerbedingungen
Ansprechdruck: Unterhalb der Auslegungsgrenze der geschützten Leitung
Ursache der Druckentlastung: Totlauf, blockierter Auslass oder geschlossenes Ventil
Ansprechtemperatur: Umgebungsgesättigter Flüssigkeitsbetrieb
Abblaseleitung: Rückführung zum Tank, zur Saugleitung oder zu einem sicheren Sammelpunkt
Wichtige Überprüfung: Pumpenkennlinie, Flüssigkeitsentlastung, Auslassführung und Verdampfungsrisiko

Die LPG-Transferentlastung sollte die Entladung von brennbaren Flüssigkeiten oder Dämpfen in unsichere Bereiche vermeiden. Die Rückführungsleitung, das Verdampfungsverhalten und der Pumpen-Totlaufdruck müssen vor der Auswahl des Ventils geprüft werden.

Fall 6: Sicherheitsventil am LPG-Verdampferauslass

Brennstoffgasversorgung
Geschütztes Equipment: LPG-Verdampferauslass und Brennstoffgassystem (Skid)
Medium: LPG-Dampf / Propan-Dampf
Normaldruck: Wert des nachgeschalteten Brenngassystems
Ansprechdruck: Grenzwert der nachgeschalteten geschützten Ausrüstung
Ursache der Druckentlastung: Reglerausfall oder Auslassverstopfung
Ansprechtemperatur: Verdampferauslasstemperatur
Abblaseleitung: Sichere Außenentlüftung oder Fackel
Wichtige Überprüfung: Verdampferkapazität, Reglerausfall, Gaskapazität und sichere Entlüftung

Die PSVs am Ausgang von LPG-Verdampfern sollten auf der maximalen Verdampferkapazität und den nachgeschalteten Druckgrenzwerten basieren. Das Ventil sollte nachgeschaltete Verbraucher vor Reglerausfällen und blockierten Auslassfällen schützen.

Betriebsdaten-Matrix

LNG- und LPG-Sicherheitsventildatenmatrix

Dienst Typisches Medium Temperatur / Phasenproblem Häufige Auslöser für Druckentlastung Erforderliche technische Prüfung Risiko bei Übersehen
LNG-Transferleitung Flüssigerdgas Ca. -162°C / -260°F kryogene Flüssigkeit Thermische Ausdehnung von eingeschlossener Flüssigkeit Tieftemperaturwerkstoff, Sitzverhalten, Abströmweg und Vereisung am Auslass Leitungsbruch, Versprödung oder unsichere Kaltgasfreisetzung
LNG-Verdampfer LNG und Erdgasdampf Übergang von kryogener Flüssigkeit zu Gas Auslassverstopfung, Reglerausfall, übermäßige Wärmezufuhr Verdampferkapazität, Temperaturbereich, nachgeschaltete Druckgrenze Unterdimensionierte Gasentlastung oder falscher Tieftemperaturwerkstoff
BOG-System Methanreiches Verdampfungsgas Kaltes brennbares Gas Kompressor-Trip, blockierter Auslass, Wärmeleck Gaskapazität, Tieftemperatur-Einstufung, Gegendruck und Entlüftungssicherheit Druckanstieg, Ansammlung von brennbarem Gas oder instabile Entlastung
LPG-Speicherung Propan, Butan, LPG-Gemisch Gesättigte Flüssig-Dampf-Kohlenwasserstoffe Brandexposition, Wärmeeintrag, Überfüllung Brandfallkapazität, Dampfdruck, Ausströmrichtung und Zertifizierungsdokumente Unterdimensionierte Brandfallentlastung oder unsichere brennbare Ableitung
LPG-Transfer Flüssiges LPG Unter Druck stehende Flüssigkeit mit Verdampfungspotenzial Pumpen-Totpunkt, blockierter Auslass, Ausdehnung von eingeschlossener Flüssigkeit Pumpenkennlinie, Ansprechdruck, Rückführungsleitung und Verdampfungsverhalten Leitung überdruck oder unkontrollierte brennbare Freisetzung
LPG-Verdampfer LPG-Dampf / Propan-Dampf Flüssig-zu-Dampf-Versorgungssystem Reglerausfall, Auslassverstopfung, übermäßige Dampferzeugung Verdampferkapazität, nachgeschaltete Druckgrenze und sichere Entlüftung Überdruck in nachgeschalteten Geräten oder Risiko der Brennerstrecke
Auswahlrahmen

So spezifizieren Sie LNG- und LPG-Sicherheitsventile korrekt

1. LNG- oder LPG-Service klar identifizieren

Geben Sie an, ob das Ventil für LNG, BOG, Erdgasdampf, Propan, Butan oder LPG-Gemisch bestimmt ist. LNG erfordert eine Überprüfung der Tieftemperaturmaterialien; LPG erfordert eine Überprüfung des Dampfdrucks, des Brandfalls und des Verhaltens von gesättigter Flüssigkeit-Dampf.

2. Phase des Mediums unter Entlastungsbedingungen bestätigen

Das Ventil kann kryogene Flüssigkeit, kaltes Gas, LPG-Flüssigkeit, LPG-Dampf, blitzende Flüssigkeit oder Zweiphasenströmung abführen. Die Phasenbedingung beeinflusst Auslegung, Ausstoßreaktion, Material und Auslasskonfiguration.

3. Das geschützte Gerät definieren

Bestätigen Sie, ob das Ventil einen Lagertank, eine Transferleitung, einen Verdampfer, eine Pumpenauslassseite, ein Ladesystem (Skid), eine BOG-Leitung, ein Brenngassystem (Skid) oder einen blockierten Flüssigkeitsabschnitt schützt. Der Auslegungsgasdruck des Geräts definiert die Ansprechdruckgrenze.

4. Das maßgebliche Entlastungsszenario definieren

Die Druckentlastung von LNG kann durch Ausdehnung von eingeschlossener Flüssigkeit, Wärmeübertragung oder Störungen im BOG-System verursacht werden. Die Druckentlastung von LPG kann durch Brandeinwirkung, Pumpenstillstand (Deadhead), Überfüllung, Reglerausfall oder blockierten Auslass verursacht werden.

5. Überprüfung des Ableitungsziels

LNG- und LPG-Entlastungsströme sind brennbar. Die Ableitung sollte je nach Anlagenauslegung zu einer sicheren Entlüftung, Fackel, Rückgewinnungsleitung oder einem Rückführsystem erfolgen. Standort der Entlüftung, Dispersion von Kaltgas, Brandeinwirkung und Arbeitssicherheit müssen geprüft werden.

6. Prüfung und Dokumente bestätigen

LNG- und LPG-Projekte erfordern üblicherweise Datenblätter, Kalibrierung des Ansprechdrucks, Druckprüfprotokolle, Dichtheitsprüfung des Sitzes, Materialzertifikate, Bestätigung von Tieftemperaturwerkstoffen, Kennzeichnungsschilder und Inspektionsdokumente.

Installation & Abblaseleitung

LNG- und LPG-Sicherheitsventile müssen in Verbindung mit Entlüftungs-, Rückführungs- und Fackelsystemen geprüft werden.

Warum die Ableitungsroute Teil der Ventilauswahl ist

LNG- und LPG-Entlastungsströme sind brennbar und können bei unsachgemäßer Freisetzung gefährliche Dampfwolken bilden. LNG-Entlastung kann auch extrem kalten Dampf, Frost und Tieftemperatur-Exposition erzeugen. LPG-Entlastung kann von flüssig zu gasförmig verdampfen und hohe Reaktionskräfte, Lärm und Brandrisiken erzeugen.

Die Auswahl des Sicherheitsventils sollte Druckverlust am Einlass, Gegendruck am Auslass, Entlüftungshöhe, Auslassrichtung, Entwässerung, Kälteexposition, brandsicheren Standort, Rohrleitungsunterstützung und Wartungszugang umfassen. Für Fackel- oder geschlossene Systeme muss der Gegendruck vor der endgültigen Konfiguration des Ventils geprüft werden.

Kryogene Entlüftung Brennbarer Dampf LPG-Brandfall BOG-Entlastung Gegendruck Thermische Entlastung

Prüfungen bei der Feldinstallation

  • Installieren Sie eine thermische Entlastung, wo LNG- oder LPG-Flüssigkeit blockiert werden kann.
  • Bestätigen Sie Tieftemperaturwerkstoffe für druckbeaufschlagte Teile, die mit LNG in Kontakt kommen.
  • LNG- und LPG-Entladung zu einer sicheren Entlüftungs-, Fackel-, Rückführungs- oder Rückgewinnungsanlage leiten.
  • Ausgangsgegendruck prüfen, wenn an Fackel oder geschlossene Entladungsköpfe angeschlossen.
  • Kaltes Dampfentladung in Richtung Personal, Instrumente oder spröde Materialien vermeiden.
  • Auslassrohrleitung ohne Belastung des Ventilkörpers unterstützen.
  • Zugang für Inspektion, Neukalibrierung und sicheren Ventilaustausch vorsehen.
Normen & Dokumentation

Normen und Dokumente vor der Bestellung prüfen

Gängige Normenreferenzen

Spezifikationen für LNG- und LPG-Druckentlastung können sich je nach Anlagentyp, Land, Druckgeräten, Lageranordnung und Inspektionsanforderungen auf API-, ASME-, ISO-, EN-, GB-, NFPA- oder Betreiberstandards beziehen. Der anzuwendende Standard sollte vor der Angebotserstellung bestätigt werden.

  • API 520 für die Auslegung und Auswahl von Druckentlastungseinrichtungen, wo vom Projekt gefordert.
  • API 521 für die Überprüfung von Druckentlastungs- und Druckentlastungssystemen in LNG- und Kohlenwasserstoffanlagen.
  • API 526 wenn Abmessungen und Nennwerte von geflanschten Stahl-Druckentlastungsventilen spezifiziert sind.
  • API 527 wenn Dichtheitsprüfungen des Sitzes erforderlich sind.
  • ASME BPVC oder lokale Druckbehälteranforderungen für Lagertanks und Druckgeräte.
  • ISO 4126 Verweise, wenn Projektspezifikationen übermäßige Sicherheitsventilstandards für Druckschutz erfordern.
  • Betreiberspezifikationen für Tieftemperaturmaterialien, LPG-Lagerung, Brandschutzentlastung und Inspektionsdokumente.

Typisches Dokumentenpaket

Die Dokumentation sollte vor der Fertigung vereinbart werden, insbesondere für LNG-Tieftemperatur-Service, LPG-Lagerung, Verdampfer, Ladesysteme (Skids), Tankschutz und an Fackeln angeschlossene Anwendungen.

  • Technisches Datenblatt mit Modell, Größe, Öffnung, Ansprechdruck und Anschluss.
  • Auslegungsberechnung oder Bestätigung der zertifizierten Abblasekapazität.
  • Aufzeichnungsbericht zur Kalibrierung des Ansprechdrucks.
  • Druckprüfbericht und Dichtheitsprüfbericht für den Sitz, falls erforderlich.
  • Materialzertifikat für drucktragende Teile und Innenteile, falls spezifiziert.
  • Bestätigung von Tieftemperaturmaterialien für LNG-Service, falls erforderlich.
  • Gesamtlayoutzeichnung, Abmessungen, Gewicht und Entladungsrichtung.
  • Bestätigung von Typenschild, Tag-Nummer und Projektkennzeichnung.
Checkliste für Angebotsanfragen

Checkliste für Anfragen zu LNG- und LPG-Sicherheitsventilen

Erforderliche Daten Warum es wichtig ist Beispiel-Eingabe
Serviceart Trennt kryogene LNG-Anwendung von gesättigter LPG-Anwendung. LNG, BOG, Erdgasdampf, Propan, Butan, gemischtes LPG
Fluidphase Beeinflusst Auslegung, Materialien und Abblaseverhalten. Kryogene Flüssigkeit, Kaltgas, LPG-Flüssigkeit, LPG-Dampf, blitzende Flüssigkeit
Geschütztes Equipment Definiert die Druckgrenze und die Quelle für Überdruck. Lagertank, Transferleitung, Verdampfer, Pumpenauslass, Verladestation (Skid)
Entlastungsszenario Bestimmt die erforderliche Abblasekapazität. Thermische Ausdehnung, Brandfall, blockierter Auslass, Blockade des Verdampferauslasses
Ansprechdruck Definiert den Ansprechdruck des Ventils. Wert aus Projektdatenblatt, Wert basierend auf Behälter-MAWP, Wert für Leitungsschutz
Betriebsdruck Bestätigt den Betriebsmargin und das Leckagerisiko. Normaler und maximaler Betriebsdruck
Erforderliche Abblaseleistung Bestätigt, ob das ausgewählte Ventil das System schützen kann. kg/h, Nm³/h, SCFM, t/h, GPM, L/min
Entlastungstemperatur Beeinflusst Material, Dichtungen und Druckstufe. -162°C LNG, Kaltgas, Umgebungstemperatur LPG, erhöhter Verdampferauslass
Gegendruck Beeinflusst Ventilkapazität und Stabilität. Atmosphärische Entlüftung, Fackelheader, Rückgewinnungssystem, Rücklaufleitung
Materialanforderung Verhindert Versprödung, Leckagen und Kompatibilitätsfehler. Tieftemperatur-Edelstahl, Kohlenstoffstahl, Edelstahl, spezielle Garnitur
Anschluss und Nennleistung Gewährleistet mechanische Kompatibilität mit Rohrleitungen und Ausrüstung. RF-Flansch, RTJ-Flansch, NPT, BW, Klasse 150–2500
Erforderliche Dokumente Vermeidet Verzögerungen nach der Bestellung. Datenblatt, Zeichnung, MTC, Kalibrierbericht, Druckprüfung, Sitzdichtheitsbericht

Die endgültige Auswahl muss durch das Projektdatenblatt, den Auslegungsdruck der geschützten Ausrüstung, die Fluideigenschaften, den geltenden Code, die verifizierte Auslegungsbasis und die technische Überprüfung bestätigt werden.

Auswahlfehler

Häufige Auswahlfehler bei LNG- und LPG-Sicherheitsventilen

Behandlung von LNG als normales Erdgas

LNG-Service erfordert eine Prüfung der kryogenen Materialien und die Berücksichtigung von Tieftemperatur-Dichtungen. Ein Ventil, das für Umgebungstemperatur-Erdgas geeignet ist, ist möglicherweise nicht für Teile geeignet, die mit LNG in Kontakt kommen.

Fehlende Absicherung gegen Flüssigkeitsansammlung bei blockierten Leitungen

LNG- oder LPG-Flüssigkeit, die sich zwischen geschlossenen Ventilen ansammelt, kann bei Temperaturänderungen zu Überdruck führen. Eine thermische Entlastung sollte für jeden isolierten Flüssigkeitsabschnitt geprüft werden.

Unterschätzung der Kapazität für LPG-Brandfälle

LPG-Lagertanks können während der Exposition gegenüber externen Bränden eine erhebliche Entlastungskapazität erfordern. Der Brandfall sollte anhand der Lagertankgeometrie und der Fluideigenschaften geprüft werden, nicht anhand der Düsenabmessungen geschätzt werden.

Ignorieren des Rückdrucks von Fackel- oder Entlüftungssystemen

Geschlossene Abblase-, Fackel- oder Rückgewinnungssysteme können einen Rückdruck erzeugen, der die Kapazität und Stabilität beeinflusst. Der Rückdruck sollte vor der Auswahl der Ventilkonfiguration geprüft werden.

Leitung brennbarer Dämpfe in unsichere Bereiche

LNG- und LPG-Entlastung kann brennbare Dampfwolken bilden. Die Abblase muss gemäß den Standortanforderungen zu einer sicheren Entlüftung, Fackel, Rückführung oder einem Rückgewinnungssystem geleitet werden.

Nur nach Druckstufe ersetzen

Die Auswahl muss Servicetyp, Phase, Ansprechdruck, Kapazität, Material, Temperatur, Abblaseanordnung, Dichtheit des Sitzes und Dokumentationsanforderungen bestätigen.

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FAQ

FAQ zu LNG- und LPG-Sicherheitsventilen

Die Auswahl für LNG wird von kryogenen Temperaturen, Tieftemperaturwerkstoffen, Verdampfungsgas (Boil-off) und der Ausdehnung von eingeschlossener Flüssigkeit dominiert. Die Auswahl für LPG wird vom Verhalten gesättigter Flüssigkeit/Dampf, dem Dampfdruck, der Brandeinwirkung, dem Pumpenstillstand (Deadhead) und der Führung der brennbaren Entlastung dominiert.
LNG wird bei kryogenen Temperaturen gehandhabt. Drucktragende Teile, Einsätze, Dichtungen und zugehörige Komponenten müssen unter Tieftemperaturbedingungen geeignet bleiben, um Versprödung, Leckagen oder den Verlust der Dichtleistung zu vermeiden.
Zwischen geschlossenen Ventilen eingeschlossene Flüssigkeit kann sich bei Temperaturänderungen ausdehnen. Blockierte Flüssigkeitsabschnitte in LNG oder LPG können hohen Druck erzeugen, daher sollte die thermische Entlastung überall dort überprüft werden, wo Flüssigkeit isoliert werden kann.
Geben Sie den Diensttyp, die Fluidphase, die geschützte Ausrüstung, das Entlastungsszenario, den Ansprechdruck, den Betriebsdruck, die erforderliche Entlastungskapazität, die Entlastungstemperatur, den Gegendruck, die Materialanforderung, den Anschluss und die erforderlichen Dokumente an.
Nicht automatisch. LNG erfordert Kryo-Tauglichkeit und eine Tieftemperaturprüfung, während LPG Dampfdruck, Brandfall-Entlastung und die Prüfung der brennbaren Kohlenwasserstoffentlastung erfordert. Die endgültige Ventilauswahl sollte auf dem tatsächlichen Datenblatt basieren.
Technische Anfrageunterstützung

Erstellen Sie ein vollständiges Datenblatt für LNG- oder LPG-PSV vor der Angebotserstellung

Geben Sie den Servicetyp, die Phase, die geschützte Ausrüstung, das Entlastungsszenario, den Ansprechdruck, den Betriebsdruck, die erforderliche Kapazität, die Temperatur, den Gegendruck, die Materialanforderung, den Anschlussstandard und die erforderlichen Dokumente an. Ein vollständiges Datenblatt hilft, unsichere Annahmen zu vermeiden und beschleunigt die technische Überprüfung.

Minimale RFQ-Daten

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Erforderliche Kapazität
Temperatur
Gegendruck
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