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Sicherheitsventile für Öl und Gas für Druckentlastungssysteme

Druckentlastung für Öl & Gas

Sicherheitsventile für Öl & Gas für kritische Druckentlastungssysteme

Sicherheitsventile für Öl und Gas schützen Prozessanlagen vor Überdruck in der Upstream-Förderung, Gasaufbereitung, an Pipeline-Stationen, in Raffinerieanlagen, im LNG-Betrieb und bei der LPG-Lagerung. Ein korrektes PSV oder PRV wird basierend auf dem Entlastungsfall, der Mediumphase, dem Ansprechdruck, der Entlastungskapazität, dem Gegendruck, der Temperatur, der Materialverträglichkeit und den Projektanforderungen ausgewählt – nicht allein nach der Ventilgröße.

Kernkomponenten Behälter, Separatoren, Kompressoren, Wärmetauscher und Speichersysteme
Wichtige Entlastungsfälle Blockierte Auslässe, Feuereinwirkung, Rohrbrüche und thermische Ausdehnung
Hochrisiko-Anwendungen Sauergas, LNG, LPG, Fackelheader und Hochtemperatur-Raffinerieanlagen
Angebotsausgabe Vollständiges Datenblatt, Auslegungsbasis, Prüfdokumente und Materialnachweise
Branchenanwendungen

Einsatzorte von Sicherheitsventilen in Öl- und Gasanlagen

Druckentlastungsanwendungen in der Öl- und Gasindustrie werden durch das geschützte System und die glaubwürdige Überdruckquelle definiert. Dieselbe Anlage kann unterschiedliche Sicherheitsventilkonfigurationen für Gas-, Flüssigkeits-, Zweiphasen-, kryogene, korrosive, Hochdruck- und Hochtemperatur-Anwendungen erfordern.

Vorgelagerte Produktion

Eingesetzt an Produktionsabscheidern, Testabscheidern, Heizbehandlern, Abscheidern und Bohrlochkopfpaketen. Typische Prüfungen umfassen blockierte Auslässe, Feuereinwirkung, Nassgas, Kondensatmitführung und Korrosionsrisiko.

Gasaufbereitungsanlagen

Eingesetzt an Absorbern, Kontaktern, Wäschern, Dehydrierungssystemen, Filtern und Prozessbehältern. Die Materialauswahl sollte H₂S, CO₂, Wassergehalt, Chloridbelastung und Sauergas-Anforderungen berücksichtigen.

Verdichtungs- und Pipeline-Stationen

Eingesetzt an Verdichter-Auslassleitungen, Nachkühler, Wäscher, Mess-Skids, Spulenkapselwerfer und -empfänger. Vibrationen, Pulsationen, transienter Druck und Auslass-Gegendruck müssen geprüft werden.

Raffinerie-Prozesseinheiten

Eingesetzt an Druckbehältern, Kolonnen, Behältern, Wärmetauschern, befeuerten Heizsystemen und Dampfschnittstellen. Entlastungsfälle können blockierte Auslässe, Brandfälle, Rohrbrüche und Ausfälle von Regelventilen umfassen.

LNG- und Kryo-Anwendungen

Eingesetzt an LNG-Transferleitungen, Boil-off-Gassystemen, kryogenen Paketen und Tieftemperaturleitungen. LNG wird üblicherweise bei Temperaturen nahe -260°F / -162°C gehandhabt, daher müssen Materialzähigkeit und thermische Kontraktion geprüft werden.

LPG-Speicherung & -Verladung

Eingesetzt an LPG-Tanks, Kugeltanks, Lade-Skids, Transferleitungen und Dampfrückführsystemen. Feuereinwirkung, Dampfdruck, Auslassrichtung und Zertifizierungsdokumente sind in der Regel zentral für die Auswahl.

Analyse von Überdruckfällen

Die erste technische Frage: Warum steigt der Druck?

Das Sicherheitsventil muss für den maßgebenden Überdruckfall ausgelegt werden. Ein Behälter kann mehrere glaubwürdige Fälle aufweisen, und jeder Fall kann eine unterschiedliche erforderliche Abblasekapazität ergeben.

01

Blockierter Auslass

Der nachgeschaltete Durchfluss ist eingeschränkt, während der stromaufwärts gerichtete Zufluss anhält. Häufig bei Abscheidern, Filtern, Prozessbehältern, Mess-Skids und Raffinerieanlagen. Erforderliche Daten umfassen den maximal glaubwürdigen Zufluss, die Fluidphase, den Ansprechdruck und die Entlastungsbedingung.

02

Externe Brandeinwirkung

Feuereinwirkung kann flüssige Inhalte verdampfen und den Behälterdruck erhöhen. Dieser Fall ist üblich für Behälter mit Kohlenwasserstoffflüssigkeiten, LPG-Speicher und Raffinerieanlagen. Überprüfen Sie die benetzte Oberfläche, die Fluideigenschaften, die Abblaseleistung und die Fackelkapazität.

03

Thermische Ausdehnung

Zwischen geschlossenen Ventilen eingeschlossene Flüssigkeit kann sich bei steigender Temperatur ausdehnen. Thermische Sicherheitsventile sind oft kleiner als Prozess-Sicherheitsventile, aber ein falscher Ansprechdruck oder eine blockierte Entlastung können dennoch ein Anlagrisiko darstellen.

04

Rohrleitungsbruch im Wärmetauscher

Eine Hochdruckseite kann eine Niederdruckseite einem Überdruck aussetzen. Die Bewertung sollte den Druckunterschied, die Auslegung des Wärmetauschers, die Fluidphase, den transienten Durchfluss und den nachgeschalteten Entlastungspfad umfassen.

05

Ausfall von Kompressor oder Steuerung

Kompressorstörung, Regelventilversagen oder Ausfall eines Regelventils können zu einem schnellen Druckanstieg führen. Vibrationen, Pulsationen, Klappergefahr, Einlassdruckverlust und Nachdruck sollten zusammen geprüft werden.

Daten für Anwendungsfälle

Technische Anwendungsfälle mit typischen RFQ-Daten

Die folgenden Fälle zeigen, wie die Anforderungen an Sicherheitsventile für Öl und Gas normalerweise vor der Modellauswahl beschrieben werden. Die endgültige Auslegung des Sicherheitsventils muss anhand des Projekt-Datenblatts, des geltenden Regelwerks und der verifizierten Abblaseberechnung bestätigt werden.

Fall 1: PSV für vorgeschalteten Gasabscheider

Blockierter Auslass
Geschütztes Equipment: 3-Phasen-Produktionsabscheider
Medium: Erdgas mit Kondensatmitführung
Normaldruck: 8,5 barg
Ansprechdruck: 12 barg
Ansprechtemperatur: 45°C
Abblaseleitung: Geschlossener Fackelheader
Gegendruck: Variabel, 1,0–2,5 barg
Wichtige Überprüfung: Gaskapazität, Einlassverlust, Gegendruck und Materialverträglichkeit bei Nassgas

Für diese Anwendung ist die erste Entscheidung, ob der Gegendruck für ein konventionelles federbelastetes Ventil akzeptabel ist. Bei hohem oder variablem Gegendruck kann ein faltenbalgkompensiertes oder pilotgesteuertes Design in Betracht gezogen werden. Das Ventil sollte nicht nur nach der Größe des Abscheiderstutzens ausgewählt werden.

Fall 2: Sicherheitsventil für Kompressorabgasleitung

Hochdruckgas
Geschütztes Equipment: Gasverdichter-Abgasleitung
Medium: Trockenes Erdgas
Normaldruck: 42 barg
Ansprechdruck: 50 barg
Ansprechtemperatur: 85°C
Abblaseleitung: Entlüftungs- oder Fackelanschluss
Kritischer Faktor: Vibrationen und Pulsationen
Wichtige Überprüfung: Flattern, Einlassdruckverlust, zertifizierte Kapazität und Dichtheit des Sitzes

Kompressoranwendungen erfordern besondere Aufmerksamkeit hinsichtlich der Ventilstabilität. Überdimensionierung, lange Einlassleitungen oder hohe Einlassdruckverluste können das Risiko von Flattern erhöhen. Für saubere Gase mit geringem Betriebsdruck können pilotgesteuerte Sicherheitsventile nach Prüfung der Gasreinheit und des Wartungszugangs in Betracht gezogen werden.

Fall 3: LNG-Transferleitung Thermische Entlastung

Kryogener Einsatz
Geschütztes Equipment: Isolierte LNG-Transferleitung
Medium: Flüssigerdgas
Service-Temperatur: Ca. -162°C
Ursache der Druckentlastung: Thermische Ausdehnung von eingeschlossener Flüssigkeit
Ansprechdruck: Projektspezifischer Leitungsschutzwert
Abblaseleitung: Sicheres Entlüftungs- oder Rückgewinnungssystem
Materialfokus: Tieftemperaturzähigkeit
Wichtige Überprüfung: Kryogenes Material, Dichtungsverhalten und Abblaseleitung

Der LNG-Dienst ist keine Standardanwendung bei Umgebungstemperatur. Materialzähigkeit, thermische Kontraktion, Sitzleckage und sicheres Abblasziel sollten vor der Angebotserstellung bestätigt werden. Thermische Sicherheitsventile können kompakt sein, aber die Betriebsbedingung ist anspruchsvoll.

Fall 4: LPG-Lagertank Brandfall PSV

Brandexposition
Geschütztes Equipment: LPG-Kugel- oder Lagertank
Medium: Propan / Butan-Gemisch
Ursache der Druckentlastung: Externe Brandeinwirkung
Normalzustand: Sättigungsdampf-Flüssigkeits-Dienst
Erforderliche Daten: Benetzte Oberfläche und Fluideigenschaften
Abblaseleitung: Sichere Entlüftung oder Fackelsystem
Materialfokus: Druck-Temperatur-Kennlinie
Wichtige Überprüfung: Kapazität für Brandfall, Abblase-Richtung und Zertifizierungsdokumente

LPG-Brandfall-Abblaseventile können eine erheblich andere Kapazität erfordern als normale Betriebsabblaseventile. Die Angebotsanfrage sollte die Lagerbedingungen, das geschützte Volumen, den Ansprechdruck, die erforderliche Kapazitätsbasis und die Abblaseanordnung enthalten.

Fall 5: Röhrenbruch im Raffinerie-Wärmetauscher

Röhrenbruch
Geschütztes Equipment: Niederdruckseite des Wärmetauschers
Hochdruckseite: Kohlenwasserstoffflüssigkeit oder -dampf
Niederdruckseite: Prozessflüssigkeit oder Versorgungsstrom
Ursache der Druckentlastung: Röhrenbruch
Erforderliche Daten: Vordruck und Wärmetauschergeometrie
Abblaseleitung: Geschlossenes Sammel- oder Fackelsystem
Materialfokus: Temperatur- und Korrosionsverträglichkeit
Wichtige Überprüfung: Transiente Entlastungsströmung und nachgeschaltete Begrenzung

Rohrbrüche werden oft übersehen, wenn Benutzer nur ein Ersatzventil nach Größe anfordern. Das Entlastungsszenario kann weitaus schwerwiegender sein als ein einfacher Fall einer blockierten Auslassöffnung und sollte anhand von Prozessdaten überprüft werden.

Fall 6: Sauergasverarbeitungsbehälter

Korrosiver Service
Geschütztes Equipment: Absorber, Kontaktbehälter oder KO-Trommel
Medium: Nasses Sauergas
Verunreinigungen: H₂S, CO₂ und Wasser
Ansprechdruck: Projekt-Datenblattwert
Ursache der Druckentlastung: Blockierter Auslass oder Steuerungsfehler
Abblaseleitung: Fackel header
Materialfokus: Gehäuse, Innenteile, Feder und Faltenbalg-Kompatibilität
Wichtige Überprüfung: Anforderung für Sauergas-Betrieb und Korrosionszuschlag

Sauergasanwendungen dürfen nicht wie Erdgas-Service behandelt werden. Die Materialauswahl sollte die medienberührten Teile und internen Komponenten abdecken, nicht nur das Ventilgehäuse. Dokumentationsanforderungen sollten in der RFQ-Phase bestätigt werden.

Betriebsdaten-Matrix

Datenmatrix für Sicherheitsventile in der Öl- und Gasindustrie

Dienst Typisches Medium Üblicher Temperaturbereich Häufiges Druckproblem Erforderliche technische Prüfung Risiko bei Übersehen
Erdgasaufbereitung Trockenes Gas, nasses Gas, Sauergas Umgebungstemperatur bis erhöhte Prozesstemperatur Hoher Druck, Flare-Gegendruck Gaseigenschaften, H₂S / CO₂-Gehalt, Kapazität, Gegendruck Falsches Material, Flattern, Leckage oder Kapazitätsverlust
LNG-Transfer LNG, Boil-off-Gas Ca. -162°C / -260°F für LNG Thermische Entlastung, Dampferzeugung Tieftemperaturmaterial, Sitzverhalten, Entlastungssicherheit Versprödung, Leckage oder unsichere Entlüftung
LPG-Speicherung Propan, Butan, LPG-Gemisch Umgebungstemperatur, gesättigter Flüssig-Dampf-Betrieb Brandexposition, Dampfdruck Brandfall-Kapazität, Abflussrichtung, Zertifizierungsdokumente Unterdimensionierte Abblasekapazität im Brandfall
Erdölraffinerie-Kohlenwasserstoffanlage Kohlenwasserstoffdampf, Flüssigkeit, Dampf, Heißöl Umgebungstemperatur bis Hochtemperatur Blockierter Auslass, Rohrabriss, Steuerungsversagen Abblasefall-Analyse, Temperaturbeständigkeit, Materialverträglichkeit Generisches PSV ohne maßgebenden Fall ausgewählt
Verdichterablass Erdgas, Prozessgas, Brenngas Erhöhte Abblasetemperatur Schneller Druckanstieg, Pulsation Einlassverlust, Vibration, Flattern, zertifizierte Durchflusskapazität Instabiles Öffnen, Sitzbeschädigung oder wiederholte Undichtigkeiten
Pipeline-Station Erdgas, Rohöl, flüssige Kohlenwasserstoffe Umgebungs- oder standortabhängig Thermische Ausdehnung, transienter Druck Isolationsbedingung, eingeschlossene Flüssigkeit, Ansprechdruck und Abblaseleitung Überdruck zwischen geschlossenen Ventilen
Auswahlrahmen

So spezifizieren Sie ein Öl- & Gas-Sicherheitsventil richtig

1. Definieren Sie die geschützten Anlagen

Identifizieren Sie, ob das Ventil ein Gefäß, einen Abscheider, einen Kompressor, einen Wärmetauscher, einen Rohrleitungsabschnitt, ein Lagergefäß, einen Ladeskidd oder eine kryogene Leitung schützt. Die Ausrüstung definiert die Druckgrenze, die Codebasis und die Anschlussanforderung.

2. Bestätigen Sie den maßgebenden Entlastungsfall

Der maßgebliche Fall kann ein blockierter Auslass, eine Brandeinwirkung, thermische Ausdehnung, ein Rohrbruch, ein Kompressorausfall oder ein Regelventilversagen sein. Die Kapazität muss auf dem steuernden Szenario basieren, nicht auf der Nennweite des Rohrs.

3. Prüfen Sie Medium und Phase

Gas-, Dampf-, Flüssigkeits- und Zweiphasenströmungen erfordern unterschiedliche Auslegungsdaten. Erdgas, Nassgas, Sauergas, LNG, LPG, Rohöl, Kondensat und Dampf sollten nicht als derselbe Dienst behandelt werden.

4. Überprüfen Sie den Gegendruck

Wenn das Ventil in eine Fackel oder ein geschlossenes Entlüftungssystem abbläst, kann der Gegendruck Kapazität und Stabilität beeinflussen. Konventionelle, faltenbalgkompensierte und pilotgesteuerte Ausführungen sollten gegen den tatsächlichen Gegendruck geprüft werden.

5. Materialauswahl für reale Betriebsbedingungen

H₂S, CO₂, Chloride, Wassergehalt, kryogene Temperaturen, hohe Temperaturen und Offshore-Exposition können die Auswahl von Gehäuse, Spindel, Feder, Faltenbalg und Dichtung beeinflussen.

6. Prüfung und Dokumentation bestätigen

Erdöl- und Erdgasprojekte erfordern üblicherweise Datenblätter, Auslegungsbasis, Einstellung des Ansprechdrucks, Materialzertifikate, Druckprüfberichte, Dichtheitsprüfprotokolle, Zeichnungen und Typenschilddaten.

Installation & Abblaseleitung

Das Sicherheitsventil muss zusammen mit seinem Rohrleitungssystem betrachtet werden.

Warum Rohrleitungsbedingungen die Ventilleistung bestimmen

Ein Sicherheitsventil wird als Teil eines Entlastungssystems installiert. Übermäßiger Einlassdruckverlust, lange Einlassleitungen, nicht unterstützte Auslassleitungen, Flüssigkeitstaschen, Vibrationen und hoher Gegendruck können die Kapazität verringern oder einen instabilen Betrieb verursachen.

Für Erdöl- und Erdgas-Anlagen ist die Auslassleitung besonders wichtig, da viele Ventile in Fackelleitungen, geschlossene Entlüftungssysteme oder erhöhte atmosphärische Entlüftungen entlasten. Die Auslasskonfiguration sollte Betreiber, Ausrüstung und nachgeschaltete Systeme schützen.

Einlassdruckverlust Fackel-Header Gegendruck Vibration Entwässerung Zugänglichkeit für Wartungsarbeiten

Prüfungen bei der Feldinstallation

  • Installieren Sie das Ventil, wo praktisch möglich, nahe an der geschützten Ausrüstung.
  • Vermeiden Sie übermäßigen Einlassdruckverlust vor dem Ventileinlass.
  • Stützen Sie die Auslassleitung ab, ohne den Ventilkörper zu belasten.
  • Prüfen Sie auf Flüssigkeitstaschen und Entwässerung in der Auslassleitung.
  • Bestätigen Sie den Gegendruck für Fackel- oder Entlüftungsleitungssysteme.
  • Lassen Sie genügend Platz für Inspektion, Zugang für Hebezeuge und Wartung.
Normen & Dokumentation

Normen und Dokumente vor der Bestellung prüfen

Gängige Normenreferenzen

Spezifikationen für Sicherheitsventile in der Öl- und Gasindustrie können je nach Region, Anlagentyp und Projektanforderung auf API-, ASME-, ISO-, EN-, GB- oder kundenspezifische Normen verweisen. Die anzuwendende Norm sollte vor der Angebotserstellung bestätigt werden.

  • API 520 für die Auslegung und Auswahl von Druckentlastungseinrichtungen.
  • API 521 für die Überprüfung von Druckentlastungs- und Druckentlastungssystemen.
  • API 526 wenn Abmessungen und Nennwerte von geflanschten Stahl-Druckentlastungsventilen spezifiziert sind.
  • API 527 wenn Dichtheitsprüfungen des Sitzes erforderlich sind.
  • ASME BPVC-Anforderungen, wo Druckbehälter und Projektcode-Grundlagen gelten.
  • kundenspezifische Vorgaben für Sauergasbetrieb, Tieftemperaturbetrieb, Offshore-Betrieb oder starke Korrosion.

Typisches Dokumentenpaket

Die Dokumentation sollte vor der Produktion vereinbart werden, insbesondere für Projekte in Raffinerien, LNG-, LPG-, Offshore-, Gasaufbereitungs- und Pipeline-Stationen.

  • Technisches Datenblatt mit Modell, Größe, Öffnung, Ansprechdruck und Anschluss.
  • Auslegungsberechnung oder Bestätigung der Entlastungsleistung.
  • Aufzeichnungsbericht zur Kalibrierung des Ansprechdrucks.
  • Druckprüfbericht und Dichtheitsprüfbericht für den Sitz, falls erforderlich.
  • Materialzertifikat für drucktragende Teile, falls spezifiziert.
  • Gesamtansichtzeichnung, Abmessungen und Gewicht.
  • Bestätigung von Typenschild, Tag-Nummer und Projektkennzeichnung.
Checkliste für Angebotsanfragen

Checkliste für Anfragen zu Sicherheitsventilen für Öl & Gas

Erforderliche Daten Warum es wichtig ist Beispiel-Eingabe
Geschütztes Equipment Definiert das Ziel des Druckschutzes und die Code-Grundlage. Abscheider, Verdichterauslass, Wärmetauscher, LPG-Tank
Entlastungsszenario Bestimmt die maßgebliche erforderliche Abblasekapazität. Blockierter Auslass, Brandfall, thermische Ausdehnung, Rohrabriss
Medium und Phase Beeinflusst Dimensionierungsmethode, Material und Dichtungsdesign. Erdgas, Sauergas, LNG, LPG, Rohöl, Zweiphasenströmung
Ansprechdruck Definiert den Ansprechdruck des Ventils. 10 bar, 150 psi, 25 MPa
Betriebsdruck Bestätigt den Betriebsmargin und das Leckagerisiko. Normaler und maximaler Betriebsdruck
Erforderliche Abblaseleistung Bestätigt, ob das ausgewählte Ventil das System schützen kann. kg/h, Nm³/h, SCFM, t/h, GPM
Entlastungstemperatur Beeinflusst Material, Feder, Dichtung und Druckstufe. -196°C, Umgebung, 250°C, 450°C
Gegendruck Beeinflusst Ventil-Stabilität, Kapazität und Konfiguration. Atmosphärische Ableitung, Fackelheader, variabler Gegendruck
Materialanforderung Verhindert Korrosion, Versprödung und Kompatibilitätsversagen. Kohlenstoffstahl, Edelstahl, Legierung, Tieftemperaturmaterial
Anschluss und Nennleistung Gewährleistet mechanische Kompatibilität mit Rohrleitungen. RF-Flansch, RTJ-Flansch, NPT, BW, Klasse 150–2500
Anwendbarer Standard Definiert Erwartungen an Auslegung, Prüfung und Dokumentation. API, ASME, ISO, EN, GB oder Spezifikation des Betreibers
Vorhandene Ventildaten Hilft Ersatzprojekten, falsche Annahmen zu vermeiden. Typenschildfoto, altes Datenblatt, Zeichnung, Tag-Nummer

Die endgültige Auswahl muss durch das Projektdatenblatt, die Prozessbedingungen, den geltenden Code, die verifizierte Auslegungsbasis und die technische Überprüfung bestätigt werden.

Auswahlfehler

Häufige Fehler bei der Auswahl von Sicherheitsventilen für Öl und Gas

Kauf nur nach Einlassgröße

Die Einlassgröße bestätigt nicht die Entlastungskapazität. Ein Ventil, das in die Düse passt, kann immer noch unterdimensioniert sein, wenn der maßgebende Entlastungsfall eine größere zertifizierte Kapazität erfordert.

Ignorieren des Störgasdrucks

Der Gegendruck kann Öffnung, Kapazität und Stabilität beeinflussen. Wenn das Ventil in eine Fackel oder ein geschlossenes Abgassystem entlüftet, sollte der Gegendruck vor der Auswahl der Ventilkonfiguration geprüft werden.

Behandlung von Sauergas als sauberes Gas

H₂S, CO₂, Wasser und Chloride können Materialanforderungen ändern. Gehäuse, Garnitur, Feder, Faltenbalg und Dichtungen sollten auf tatsächliche Prozessbedingungen geprüft werden.

Fehlende thermische Entlastungsfälle

Zwischen geschlossenen Ventilen eingeschlossene Flüssigkeit kann sich bei Erwärmung überdrucken. Thermische Entlastung ist besonders wichtig für isolierte Rohrleitungsabschnitte, Beladungsleitungen und kryogene Systeme.

Überdimensionierung von Kompressor-Sicherheitsventilen

Überdimensionierung kann zu Flattern und Sitzbeschädigungen führen. Kompressordienst erfordert eine Überprüfung des Einlassdruckverlusts, der Vibration, der Pulsation und der tatsächlich benötigten Kapazität.

Austausch nur anhand des Typenschildfotos

Ein Typenschild hilft, aber der Austausch sollte auch den Entlastungsfall, die Kapazität, die Öffnung, den Ansprechdruck, den Gegendruck, das Medium, das Material und die Dokumentationsanforderungen bestätigen.

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FAQ

FAQ zu Sicherheitsventilen für Öl und Gas

Der wichtigste Faktor ist das maßgebliche Entlastungsszenario. Blockierter Auslass, Feuereinwirkung, thermische Ausdehnung, Rohrleitungsbruch und Kompressorstörungen können unterschiedliche erforderliche Entlastungskapazitäten und unterschiedliche Ventil-Anforderungen erzeugen.
Viele Öl- und Gas-Sicherheitsventile entlasten in Fackel- oder Entlüftungssysteme. Der Gegendruck kann die Kapazität, das Öffnungsverhalten und die Stabilität beeinflussen, daher muss er vor der endgültigen Konfiguration des Ventils überprüft werden.
Nein. Reines Gas, Sauergas, LNG, LPG, Raffineriebetrieb, Kompressorablass und thermische Entlastung erfordern möglicherweise unterschiedliche Auslegungsbasen, Materialien, Dichtungsdesigns, Druckklassen und Dokumentationen.
Geschütztes Gerät, Entlastungsszenario, Medium, Phase, Ansprechdruck, Betriebsdruck, erforderliche Abblasekapazität, Abblasetemperatur, Gegendruck, Materialanforderung, Anschluss, anwendbarer Standard und erforderliche Dokumentation senden.
Nein. Die Namensschildgröße ist nur ein Teil der Daten. Ein Ersatzventil sollte auch Ansprechdruck, Kapazität, Öffnung, Material, Anschluss, Gegendruckbedingung, Medium und Prüfanforderung sowie Projektdokumentation abgleichen.
Technische Anfrageunterstützung

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Senden Sie das geschützte Gerät, das Entlastungsszenario, das Medium, den Ansprechdruck, den Betriebsdruck, die erforderliche Kapazität, die Temperatur, den Gegendruck, die Materialanforderung, den Anschlussstandard und die erforderlichen Dokumente. Ein vollständiges Datenblatt hilft, unsichere Annahmen zu vermeiden und beschleunigt die technische Überprüfung.

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