Sicherheitsventile für korrosive Medien für Säuren, Laugen, Sauergas, Chloride und chemische Medien
Sicherheitsventile für korrosive Medien für Säuren, Laugen, Sauergas, Chloride und chemische Medien
Sicherheitsventile für korrosive Medien schützen Chemie-Reaktoren, Säurespeichertanks, Laugen-Dosieranlagen, Sauergas-Abscheider, Aminwäschern, Wäschern, Chlorsystemen, Lösungsmittelrückgewinnungsanlagen, chemischen Abwasserleitungen, Druckbehältern, Wärmetauschern und Prozessleitungen vor Überdruck und widerstehen gleichzeitig chemischen Angriffen. Die richtige Auswahl beginnt mit dem Namen des Mediums, der Konzentration, Temperatur, Phase, dem nassen oder trockenen Zustand, dem pH-Wert, dem Chloridgehalt, dem H₂S-Partialdruck, dem Korrosionsmechanismus, der Materialverträglichkeit, den Grenzen für weiche Dichtungen, der Faltenbalg-Isolation, der Anforderung einer Berstscheibe, dem Abblaseziel, der Leckagekontrolle und den erforderlichen Materialzertifikaten.
Wo Sicherheitsventile für korrosive Medien eingesetzt werden
Korrosiver Dienst wird nicht allein durch den Chemikaliennamen definiert. Dieselbe Chemikalie kann unterschiedliche Ventilmaterialien erfordern, wenn sich Konzentration, Temperatur, Wassergehalt, Sauerstoff, Chloride, H₂S, Geschwindigkeit, Ablagerungen oder Reinigungschemikalien ändern. Die Auswahl des Sicherheitsventils muss Druckgeräte schützen und auch der chemischen Umgebung standhalten.
Säure-Speicher- und Transportsysteme
Einsatz in Behältern oder Rohrleitungen für Salzsäure, Schwefelsäure, Salpetersäure, Phosphorsäure, Essigsäure und Mischsäure. Die Auswahl sollte Konzentration, Temperatur, Dampfkorrosion, Nebelmitführung, Auskleidung, Legierungsauswahl und die Ableitung in einen Wäscher berücksichtigen.
Ätzende und alkalische Systeme
Einsatz in Natronlauge-, Kalilauge-, alkalischen Reinigungssystemen, Dosieranlagen und chemischen Reaktoren. Die Auslegung sollte Konzentration, Temperatur, Kristallisation, Risiko von Spannungsrisskorrosion durch Lauge und Materialverträglichkeit des Sitzes berücksichtigen.
Sauere Gase und H₂S-haltige Anwendungen
Einsatz in Sauergasabscheidern, Aminwäschern, Gasentschwefelungsanlagen, Schwefelrückgewinnung, Prozesswasser und Ölfeld-Anlagen. Die Materialauswahl sollte H₂S, CO₂, Chloride, pH-Wert, Härte, SSC-Beständigkeit und Anforderungen an Dokumente für Sauergas-Anwendungen berücksichtigen.
Chlorid- und Meerwasseranwendungen
Einsatz in Meerwasserkühlung, Entsalzung, Offshore-Anlagen, chloridreichem Prozesswasser und Sole-Systemen. Edelstahl ist möglicherweise nicht ausreichend, wenn Temperatur und Konzentration von Chloriden hoch sind; Duplex-, Super-Duplex-, Titan- oder Nickellegierungen können in Betracht gezogen werden.
Chlor-, Ammoniak- und giftige Gassysteme
Einsatz in Chlorlagerung, Ammoniakkühlung, Sauergas, giftigen Dämpfen und Gasbehandlungssystemen. Die Ventilauswahl sollte trockene/feuchte Bedingungen, Dichtheit, Dichtungsk kompatibilität, Notentlüftung und die Ableitung in einen Wäscher oder eine Fackel berücksichtigen.
Lösungsmittel-, Polymer- und Fouling-Anwendungen
Einsatz in Lösungsmittelrückgewinnung, Harz-, Polymerisations-, Monomer-, organischen Säuren und klebrigen Prozesssystemen. Korrosion, Fouling, Polymerablagerungen und festsitzende Sitze können eine Trennung durch Berstscheiben oder eine spezielle Trim-Auswahl erfordern.
Auswahl von korrosionsbeständigen Sicherheitsventilen beginnt mit Chemie, Phase und Versagensmechanismus
Ein Sicherheitsventil für korrosive Medien sollte nicht nur nach Druck und Größe ausgewählt werden. Die entscheidende Frage ist, wie das Medium den Ventilkörper, die Garnitur, die Feder, den Sitz, die Dichtung, den Faltenbalg und die Auslassleitung während des Normalbetriebs, des Ansprechens, der Entlastung und der Abschaltung angreift.
Allgemeine Korrosion und Korrosionszuschlag
Säuren, Laugen und Salzlösungen können die Wandstärke im Laufe der Zeit reduzieren. Material des Gehäuses, Korrosionszuschlag, Auskleidung, Beschichtung, Wartungsintervall und Prozesskonzentration sollten vor der Auswahl des Ventils geprüft werden.
Lochfraß und Spaltkorrosion
Chloride, stehende Flüssigkeiten, Ablagerungen und Dichtungsspalten können Edelstahl lokal angreifen. Dies kann gefährlicher sein als gleichmäßige Korrosion, da Leckagen oder Risse in kleinen, verborgenen Bereichen beginnen können.
Spannungsrisskorrosion
Chloridinduzierte Spannungsrisskorrosion, Laugenrisskorrosion und ammoniakbedingte Rissbildung können unter Zugspannung bei bestimmten Temperaturen und Konzentrationen auftreten. Material, Härte, Wärmebehandlung und Verschraubung sollten für die tatsächliche Anwendung geprüft werden.
Versprödung durch Sauergas und Wasserstoffschädigung
H₂S-haltige Systeme können Sulfid-Spannungsrisskorrosion oder wasserstoffbedingte Schäden in anfälligen Materialien verursachen. Ventile für Sauergas-Anwendungen sollten mit geeigneten Materialien, Härteanforderungen und erforderlichen Zertifikaten spezifiziert werden.
Feuchtes vs. trockenes korrosives Gas
Trockenes Chlor, feuchtes Chlor, trockenes HCl-Gas, feuchter HCl-Dampf, trockenes CO₂ und feuchtes CO₂ können sich sehr unterschiedlich verhalten. Der Wassergehalt und das Kondensationsrisiko können entscheiden, ob ein Standardmaterial akzeptabel ist oder eine spezielle Legierung oder eine ausgekleidete Ausführung erforderlich ist.
Fouling, Kristallisation und Polymerisation
Einige korrosive Medien kristallisieren, polymerisieren oder hinterlassen Ablagerungen. Sitzverklebung, verstopfte Düse, Verstopfung des Pilotventils und Faltenbalgbeschädigungen sollten insbesondere bei Monomeren, Laugen, Salzlösungen und Polymersystemen geprüft werden.
Anwendungsfälle für Sicherheitsventile für korrosive Medien mit typischen RFQ-Daten
Diese Fälle zeigen, wie die Anforderungen an Sicherheitsventile für korrosive Medien üblicherweise vor der Modellauswahl beschrieben werden. Die endgültige Materialauswahl und Auslegung muss durch Prozesschemie, Konzentration, Temperatur, Druckdaten, anwendbare Norm, verifizierte Auslegungsgrundlage und Korrosionsprüfung bestätigt werden.
Fall 1: Belüftungs- und Überdruckschutz für Salzsäure-Lagertank
SäuredampfSäurebehälter-Entlastungseinrichtungen müssen für Dampf- und Nebelverhalten ausgewählt werden, nicht nur nach der Flüssigkeitsbezeichnung. Kondensation, Wäscher-Druckabfall und Entlüftungsleitungs-Korrosion können das endgültige Design bestimmen.
Fall 2: Sauergas-Abscheider PSV
H₂S / SauerserviceSauergas-Anwendungen erfordern neben der normalen Auslegung eine Überprüfung von Material und Härte. Der Ausgangsgegendruck und korrosives Nassgas sollten in der Konfiguration des Sicherheitsventils berücksichtigt werden.
Fall 3: Sicherheitsventil für Natronlauge-Dosieranlage
Alkalische FlüssigkeitNatronlaugen-Anwendungen können Korrosion, Kristallisation und Pumpenpulsation kombinieren. Das Ventil sollte basierend auf der tatsächlichen Konzentration, Temperatur und Pumpenkennlinie ausgewählt werden.
Fall 4: Sicherheitsventil für Meerwasser-Wärmetauscher
Chlorid-AnwendungChloridhaltige Medien können gängigen Edelstahl angreifen, insbesondere bei höheren Temperaturen oder stehenden Bedingungen. Die Materialauswahl sollte die tatsächlichen Chlorid- und Temperaturdaten widerspiegeln.
Fall 5: Entlastung von Chlor oder giftigem Gas in Wäscher
Giftiges GasChlor- und Giftgasanwendungen erfordern eine Überprüfung der Leckage und des Auslasses. Feuchte und trockene Bedingungen können zu völlig unterschiedlichen Materialwahlen führen.
Fall 6: Polymerisations-Lösemittelreaktor PSV mit Berstscheibe
Fouling / Klebriger DienstAblagerungs- und polymerisierende Medien können die direkte Exposition von PSVs unzuverlässig machen. Eine Berstscheibe kann das Ventil schützen, aber die Kombination muss korrekt dimensioniert und überwacht werden.
Matrix für korrosionsbeständige Materialien und Ventilkonfigurationen
| Korrosiver Service | Typisches Medium | Häufiges Risiko | Erforderliche technische Prüfung | Empfohlene Ventilprüfung | Risiko bei Übersehen |
|---|---|---|---|---|---|
| Säurebetrieb | HCl, H₂SO₄, HNO₃, H₃PO₄, organische Säuren, Säuredampf | Allgemeine Korrosion, Dampfkorrosion, Nebelmitführung und Auskleidungsangriff | Konzentration, Temperatur, Wassergehalt, Dampfphase, Wäscherdruck und Materialverträglichkeit | Legierungs-PSV, ausgekleidetes Ventil, PTFE-Sitz oder Berstscheiben-Isolation je nach Chemie | Schnelle Korrosion, Leckage, blockierte Abführung oder unsichere Säurefreisetzung |
| Laugen-/Lauge-Service | NaOH, KOH, alkalische Reinigungsflüssigkeit, Lauge-Dosierflüssigkeit | Laugensprödigkeit, Kristallisation, festsitzender Sitz und chemische Leckage | Konzentration, Temperatur, Pumpenkennlinie, Pulsation, Kristallisationspunkt und Sitzmaterial | Kompatibles Druckentlastungsventil oder ausgekleidete medienberührte Konstruktion | Sitzleckage, blockiertes Ventil, Pumpenüberdruck oder chemische Exposition |
| Sauergas-Service | H₂S, CO₂, Erdgas, Kondensat, Saures Wasser | SSC, Wasserstoffschädigung, Korrosion und toxische Gasleckage | H₂S-Partialdruck, pH-Wert, Chloride, Temperatur, Härtegrad, Nass-/Trockenzustand und Dokumente für Sauergas-Service | Sicherheitsventil für Sauergas-Service, Sicherheitsventil mit Faltenbalg oder Pilotlösung, wo geeignet | Versagen durch Anriss, toxische Freisetzung oder abgelehnte Projektdokumentation |
| Chlorid-/Meerwasserbetrieb | Meerwasser, Sole, Kühlwasser, Entsalungsstrom, chloridhaltiges Prozesswasser | Lochfraß, Spaltkorrosion und Chlorid-Spannungsrisskorrosion | Chloridkonzentration, Temperatur, Sauerstoff, Ablagerungen, stehende Zonen und erforderlicher PREN-Wert des Materials | Duplex, Super Duplex, Titan, Nickellegierung oder geeignete Trim-Auswahl | Verdeckter Lochfraß, Flanschleckage, Sitzbeschädigung oder vorzeitiges Versagen des Ventils |
| Toxisches korrosives Gas | Chlor, Ammoniak, Sauergas, SO₂, HCl-Gas, toxische Prozessdämpfe | Leckage, Nasskorrosion, Dichtungsangriff und unsichere Ableitung | Trocken-/Nassbedingungen, Toxizität, Leckageklasse, Notfallableitung, Scrubber-Gegendruck und Dichtungskompatibilität | Dicht schließendes PSV, Berstscheibe plus PSV oder Ventil aus Speziallegierung | Toxische Exposition, Korrosionsversagen oder Freisetzung in die Umwelt |
| Korrosiver Dienst mit Ablagerungen | Monomer, Polymer, Harz, kristallisierendes Salz, klebriges Lösungsmittel, schmutzige Säure | Sitzverklebung, Pilotverstopfung, Faltenbalgverschmutzung und verstopfte Düse | Ablagerungstendenz, Reinigungsintervall, Bedarf an Berstscheibe, Verstopfung des Auslasses und Wartungszugang | Berstscheibe plus PSV, Vollhub-PSV oder spezielle Anti-Fouling-Anordnung | Ventil öffnet nicht, leckt kontinuierlich oder kann sich nach der Entlastung nicht schließen |
So spezifizieren Sie ein Sicherheitsventil für korrosive Medien richtig
1. Definieren Sie die tatsächliche chemische Umgebung
Geben Sie chemischen Namen, Konzentration, Verunreinigungen, Wassergehalt, pH-Wert, Chloride, H₂S, CO₂, Sauerstoff, Feststoffe, Inhibitoren, Betriebstemperatur und Entlastungstemperatur an. Die Materialverträglichkeit kann allein aus dem Namen des Mediums nicht bestätigt werden.
2. Bestätigen Sie die Phase und den nassen/trockenen Zustand
Gas, Dampf, Flüssigkeit, Nebel, blitzende Flüssigkeit und Zweiphasenströmung können das Ventil unterschiedlich angreifen. Trockenes korrosives Gas kann wesentlich aggressiver werden, wenn sich Wasser im Ventil, in der Auslassleitung oder im Sammelbehälter kondensiert.
3. Abgleich von Gehäuse, Garnitur, Feder und Dichtungen für Korrosionsrisiko
Überprüfen Sie Gehäuse, Oberteil, Düse, Kegel, Führung, Feder, Faltenbalg, Dichtung, Sitz, Verschraubung und Befestigungselemente. Bei korrosiven Medien kann ein Standardgehäuse mit ungeeigneter Garnitur oder Dichtung dennoch frühzeitig ausfallen.
4. Entscheidung, ob Faltenbalg-Isolation erforderlich ist
Faltenbälge können Feder- und Oberteilbereiche von korrosiven Prozessmedien oder variablem Gegendruck isolieren. Material des Faltenbalgs, Entlüftung, Ermüdung, Korrosion und Fehleranzeige sollten vor der endgültigen Auswahl geprüft werden.
5. Überprüfung von Berstscheibe plus PSV für extreme Beanspruchung
Eine Berstscheibe kann das PSV vor korrosiven, klebrigen, toxischen oder polymerisierenden Medien schützen. Die Kombination sollte eine Überwachung des Zwischenraums, eine Prüfung des Berstdrucks, einen Kapazitätsfaktor und einen Wartungsplan beinhalten.
6. Bestätigung der Abgasbehandlung und Dokumentation
Korrosive und toxische Abgase werden normalerweise zu einem Wäscher, einer Fackel, einer geschlossenen Entlüftung, einem Quench-Tank oder einer sicheren Auffangvorrichtung abgeleitet. Erforderliche Dokumente können MTC, PMI, Härteprüfung, Zertifikat für Sauergasbetrieb, Beschichtungsbericht und spezieller Reinigungsbericht umfassen.
Sicherheitsventile für korrosive Medien müssen mit Entwässerung, Wäschern, geschlossenen Entlüftungen und Wartungszugang überprüft werden
Warum Installationsänderungen die Korrosionsleistung beeinflussen
Ausfälle in korrosiven Medien beginnen oft in stehenden Taschen, Spalten, Entwässerungen mit Gewinde, Auslassbögen, Faltenbalgbereichen, Dichtungsflächen, Totleitungen, Tiefpunkten und nicht gespülten Entlüftungsleitungen. Ein Ventil, das mit dem fließenden Prozessmedium kompatibel ist, kann dennoch ausfallen, wenn Kondensat, Säurenebel, Chloridablagerungen oder Polymer nach der Abschaltung eingeschlossen bleiben.
Die Installation sollte den Druckverlust am Einlass, die vertikale Montage, die Entwässerung am Tiefpunkt, die Neigung des Auslasses, den Druckverlust des Wäschers, den Gegendruck der geschlossenen Entlüftung, die Führung der Faltenbalgentlüftung, den Spülanschluss, die Überwachung der Berstscheibe, die Wartungsisolation, den sicheren Zugang, die Auffangvorrichtung für verschüttete Flüssigkeiten und ob die Abgasableitung nachgeschaltete Rohrleitungen korrodieren kann, berücksichtigen.
Prüfungen bei der Feldinstallation
- Mediumkonzentration, Temperatur, Nass-/Trockenzustand und Phase vor der Installation bestätigen.
- Halten Sie den Druckverlust im Einlass innerhalb des Projekt-Designlimits.
- Totleitungen, Flüssigkeitstaschen und stehendes korrosives Kondensat in Einlass- oder Auslassleitungen vermeiden.
- Toxische, saure, schwefelhaltige oder Chlor-Ableitungen zu zugelassenen Wäschern, Fackeln oder geschlossenen Entlüftungssystemen führen.
- Auslassleitungen ohne Belastung des Ventilkörpers oder der Faltenbalganordnung abstützen.
- Spül-, Entwässerungs-, Inspektions- und sichere Entnahmezugänge vorsehen, wo korrosive Rückstände zu erwarten sind.
- Materialkennzeichnung, Tag-Nummer, Zertifikate und spezielle Reinigung vor Inbetriebnahme überprüfen.
Normen und Dokumente vor der Bestellung prüfen
Referenzen für allgemeine korrosive Anwendungen
Spezifikationen für Sicherheitsventile für korrosive Anwendungen können sich auf API, ASME, ISO, NACE, EN, GB, lokale Druckgeräterichtlinien, Materialstandards des Betreibers und Anlagenspezifikationen zur Korrosionskontrolle beziehen. Die anwendbaren Dokumente sollten vor der Angebotserstellung bestätigt werden.
- API 520 für die Auslegung und Auswahl von Druckentlastungseinrichtungen, wo vom Projekt gefordert.
- API 521 für die Überprüfung von Druckentlastungs- und Druckentlastungssystemen, einschließlich der Ableitung zu Fackeln, Wäschern oder geschlossenen Systemen.
- API 526 wenn Abmessungen und Druckklassen von geflanschten Stahl-Druckentlastungsventilen spezifiziert sind.
- API 527 wenn eine Dichtheitsprüfung der Sitzfläche gemäß Spezifikation erforderlich ist.
- ASME BPVC Abschnitt VIII wo geschützte Behälter, Empfänger, Reaktoren oder Abscheider Druckbehälter sind.
- ASME B31.3 wo chemische, korrosive oder Prozessrohrleitungen spezifiziert sind, gemäß den Regeln für Prozessrohrleitungen.
- NACE MR0175 / ISO 15156 wo Sauergasbetrieb und H₂S-haltige Öl- und Gasumgebungen spezifiziert sind.
- NACE MR0103 wo die Materialanforderungen für Sauergasbetrieb in Raffinerien gemäß Projekt spezifiziert sind.
Typisches Dokumentationspaket für korrosive Medien.
Die Dokumentation sollte vor der Fertigung vereinbart werden, insbesondere für Sauergas, Säuregas, Chlor, Meerwasser, chemische Reaktoren, toxische Medien, Ventile aus Speziallegierungen und Berstscheiben sowie PSV-Baugruppen.
- Technisches Datenblatt mit Tag-Nummer, Modell, Größe, Öffnung, Ansprechdruck und Anschluss.
- Auslegungsberechnung oder Bestätigung der zertifizierten Abblasekapazität.
- Materialzeugnis für Gehäuse, Oberteil, Düse, Kegel, Führung, Feder, Faltenbalg, Schrauben und Verbindungselemente.
- PMI-Bericht, Ferritbericht, Härteprüfung oder Sauergasbetriebszertifikat, falls spezifiziert.
- Einstellungsdruck-Kalibrierzertifikat, Druckprüfbericht und Dichtheitsprüfbericht.
- Aufzeichnungsbericht über Auskleidung, Beschichtung, Passivierung, Beizen, spezielle Reinigung oder sauerstofffreie Reinigung, falls spezifiziert.
- Datenblatt der Berstscheibe, Berstzertifikat und Überwachung der Zwischenräume, falls verwendet.
- Allgemeine Anordnungzeichnung mit Gewicht, Ausrichtung, Entlastungsrichtung und Wartungsabstand.
Checkliste für Anfragen zu Sicherheitsventilen für korrosive Medien
| Erforderliche Daten | Warum es wichtig ist | Beispiel-Eingabe |
|---|---|---|
| Geschütztes Equipment | Definiert Code-Basis, MAWP und Entlastungsszenario. | Reaktor, Abscheider, Säurebehälter, Ätzkessel, Wäscher, Pipeline, Wärmetauscher |
| Mediumzusammensetzung | Materialverträglichkeit hängt von der vollständigen Chemie ab, nicht nur vom Hauptchemikaliennamen. | HCl 32%, NaOH 50%, Sauergas mit H₂S, Meerwasser, feuchtes Chlor, Lösungsmitteldampf |
| Konzentration und Verunreinigungen | Das Korrosionsverhalten ändert sich scharf mit der Konzentration und Verunreinigungen. | Chlorid-ppm, H₂S-Partialdruck, CO₂, Wassergehalt, Sauerstoff, Feststoffe, Inhibitor |
| Nasser oder trockener Zustand | Viele Gase werden deutlich korrosiver, wenn Feuchtigkeit oder Kondensation vorhanden ist. | Trockenes Chlor, feuchter HCl-Dampf, feuchtes Sauergas, trockenes Ammoniak, kondensierender Säuredampf |
| Ansprechdruck und MAWP | Definiert den Öffnungsdruck des Ventils und die geschützte Druckgrenze. | 6 barg, 16 barg, 45 barg, Klasse 300 System, Behälter-MAWP-Wert |
| Entlastungsszenario | Bestimmt erforderliche Kapazität und Phasenverhalten. | Blockierter Auslass, Brandfall, Pumpenstillstand, Reaktionsgas, Rohrleitungsbruch, thermische Ausdehnung |
| Erforderliche Kapazität | Bestätigt, ob das Ventil das System schützen kann. | kg/h, Nm³/h, SCFM, L/min, GPM, Pumpenkennlinie, Dampferzeugungsrate |
| Entlastungstemperatur | Beeinflusst Korrosionsrate, Materialfestigkeit und Auswahl von Weichdichtungen. | Umgebung, 80°C, 120°C, 220°C, 350°C, Tieftemperatur-Sauergas |
| Abblaseziel | Kontrolliert Gegendruck, Toxizitätsmanagement und Korrosion nachgeschalteter Systeme. | Atmosphäre, Wäscher, Fackel, geschlossene Entlüftung, Quenchtank, Rücklauftank, geschlossene Drainage |
| Materialanforderung | Verhindert Korrosion, Rissbildung, Leckagen und Ablehnung von Dokumentationen. | 316L, Duplex, Super Duplex, Alloy 20, Hastelloy, Monel, Titan, PTFE-beschichtet, Sauergasbetrieb |
| Ventilkonfiguration | Bestimmt die Zuverlässigkeit im korrosiven, toxischen, Fouling- oder Gegendruckbetrieb. | Konventionelles PSV, PSV mit Faltenbalg, Pilotventil, Berstscheibe plus PSV, ausgekleidetes Ventil |
| Erforderliche Dokumente | Vermeidet Verzögerungen bei Inspektion, FAT, Versand und Inbetriebnahme. | Datenblatt, Zeichnung, MTC, PMI, Härtebericht, Sauergas-Zertifikat, Kalibrierbericht |
Die endgültige Auswahl muss durch Prozesschemie, Druckdaten, Entlastungsbedingungen, Korrosionsprüfung, anwendbare Norm, verifizierte Auslegungsberechnung, Materialfähigkeiten des Herstellers und technische Überprüfung bestätigt werden.
Häufige Fehler bei der Auswahl von Sicherheitsventilen für korrosive Medien
Kauf nur nach chemischem Namen
“Saurer Dienst” oder “Laugen-Dienst” reicht nicht aus. Konzentration, Temperatur, Wassergehalt, Verunreinigungen und Phase bestimmen das tatsächliche Korrosionsrisiko.
Ignorieren von nassen und trockenen Bedingungen
Trockenes und nasses Gas kann unterschiedliche Materialien erfordern. Kondensation im Ventil oder in der Auslassleitung kann einen milden Dienst in schwere Korrosion verwandeln.
Verwendung von Edelstahl ohne Chloridprüfung
Chloride können Lochfraß, Spaltkorrosion und Spannungsrisskorrosion verursachen. Edelstahl 316 ist nicht automatisch für heiße Chlorid- oder Meerwasserdienste geeignet.
Vergessen der Feder- und Oberteilbelastung
Korrosive Medien können Federkammern, Führungen und Oberteilbereiche angreifen. Faltenbalg-Isolation oder spezielle Konstruktionen können erforderlich sein, um nicht benetzte Teile zu schützen.
Ignorieren von Ablagerungen und Kristallisation
Polymere, Salzkristalle, Laugenablagerungen und klebrige Flüssigkeiten können das Öffnen oder Schließen verhindern. Die Verwendung von Berstscheiben zur Isolation oder die Zugänglichkeit zur Reinigung sollte geprüft werden.
Fehlende Materialdokumente
Projekte mit korrosiven und sauren Medien erfordern oft MTC, PMI, Härte-, Ferrit- oder Sour-Service-Zertifikate. Fehlende Dokumente können die Inspektion verzögern oder das Ventil ablehnen.
Setzen Sie Ihre Auswahlprüfung für korrosive Medien fort
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FAQ zu Sicherheitsventilen für korrosive Medien
Erstellen Sie vor der Angebotserstellung ein vollständiges Datenblatt für ein korrosionsbeständiges Sicherheitsventil (PSV).
Senden Sie das Datenblatt des geschützten Geräts, Zusammensetzung des Mediums, Konzentration, Temperatur, feuchter oder trockener Zustand, pH-Wert, Chloridgehalt, H₂S- oder CO₂-Daten, Ansprechdruck, Entlastungsszenario, erforderliche Kapazität, Ableitungsroute, Gegendruck, Materialanforderung, Ventilkonfiguration, Anschlussstandard und erforderliche Dokumente. Ein vollständiges Datenblatt hilft, unsichere Annahmen zu vermeiden und beschleunigt die technische Überprüfung.
