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Sicherheitsventile für Pipelines zum Schutz von Flüssigkeits-, Gas-, thermischen Entlastungs- und Transferleitungen

Pipeline-Druckentlastung

Sicherheitsventile für Pipelines zum Schutz von Flüssigkeitstransferleitungen, Gasregelungen, Pumpstationen und thermischer Entlastung

Sicherheits- und Druckentlastungsventile für Pipelines schützen Flüssigkeitstransferleitungen, blockierte Rohrleitungsabschnitte, Pumpenentlastungsleitungen, Verdichterentlastungsleitungen, Gasdruckregelstationen, Mess-Skids, Molchwerfer, Molchempfänger, Tanklagerrohrleitungen, Chemikalientransferleitungen, LNG-Transferleitungen und Versorgungsleitungen vor Überdruck. Die richtige Auswahl beginnt mit dem Auslegungsdruck oder MAOP der Pipeline, dem Ansprechdruck, dem Entlastungsszenario, der erforderlichen Kapazität, den Eigenschaften von Flüssigkeit oder Gas, der Wärmeausdehnung, dem maximalen Durchfluss von Pumpe oder Verdichter, dem Überdruckrisiko, dem Gegendruck, dem Entlastungsziel, der Materialverträglichkeit und den erforderlichen Prüfdokumenten.

Kernkomponenten Transferleitungen, Pumpstationen, Verdichterstationen, PRV-Stationen und Molchfänge
Wichtige Entlastungsfälle Thermische Ausdehnung, Pumpen-Totlauf, Reglerausfall, blockierter Auslass und Überdruck (Surge)
Technischer Fokus MAOP, Ansprechdruck, Durchflusskapazität, Gegendruck, Wasserschlag und sichere Entlastung
Angebotsausgabe Datenblatt, Entlastungsgrundlage, Kapazität, Material, Kalibrierung und Prüfprotokolle
Pipeline-Anwendungen

Wo Sicherheitsventile in Pipeline- und Transportsystemen eingesetzt werden

Die Druckentlastung von Pipelines umfasst kleine thermische Entlastungsventile für blockierte Flüssigkeitsabschnitte, große Entlastungsventile zum Schutz von Pumpen- oder Verdichterentlastungen und Druckschutzventile für Gasreduzier- und Messstationen. Der Ventiltyp hängt davon ab, ob das geschützte System für Flüssigkeiten, Gase, kryogene, korrosive, brennbare, toxische oder Hochdruckanwendungen ausgelegt ist.

Flüssigkeitstransportleitungen

Einsatz auf Leitungen für Rohöl, Raffinerieprodukte, Diesel, Chemikalien, Lösungsmittel, Wasser, Glykol und Betriebsmittel. Die Überprüfung der Druckentlastung sollte thermische Ausdehnung bei blockierter Leitung, Pumpen-Totlauf, Druckstöße, Überfüllung, Ventilverschluss und sichere Abfluss- oder Rückführungswege umfassen.

Gasübertragungs- und Regelstationen

Einsatz auf Erdgasleitungen, Druckreduzierstationen, Mess-Skids, City-Gate-Stationen und Brenngas-Hauptleitungen. Die Auswahl sollte die Prüfung von Reglerausfällen, nachgeschaltetem MAOP, Gasdurchsatz, Dichtheit der Dichtung und Sicherheit des Entlüftungsschachts umfassen.

Pumpstationen und Verladelinien

Einsatz auf Pumpen-Entladungs-Hauptleitungen, Terminal-Verladelinien, Tanklager-Transfersystemen und Pipeline-Booster-Stationen. Pumpenkennlinien, Totlaufdruck, Minderdurchfluss, Stoßentlastung und Rückführkapazität zum Tank sollten überprüft werden.

Kompressorstationen und Gas-Hauptleitungen

Einsatz auf Kompressor-Entladungsleitungen, Zwischenstufenrohrleitungen, Nachkühler, Gasbehälter und Rückführungs-Hauptleitungen. Maximale Durchflussmenge des Kompressors, Pulsation, Vibration, Rückdruck zur Fackel und sichere Gasentlastung sind wichtige Auswahlfaktoren.

Molchwerfer, -fänger und -fallen

Einsatz an Molchstationen, Werfer- und Fängerkammern, Ausgleichsleitungen von Fallen und Entlüftungssystemen. Die Überprüfung der Druckentlastung sollte Isolationsfehler, eingeschlossenen Druck, Flüssigkeitsschläge, blockierte Entlüftung und sichere Druckentlastungswege umfassen.

Kryogene und Spezialleitungen

Einsatz auf LNG-, Flüssigstickstoff-, Flüssigsauerstoff-, CO₂-, Ammoniak- und anderen Spezialmedienleitungen. Tieftemperaturmaterialien, Ausdehnung von eingeschlossener Flüssigkeit, Risiko von Trockeneis, Sauerstoffreinheit und sichere Entlüftung müssen überprüft werden.

Analyse von Überdruckfällen

Auswahl von Pipeline-Sicherheitsventilen beginnt mit dem tatsächlichen Überdruckszenario

Der Schutz von Rohrleitungen wird in der Regel durch einen spezifischen Betriebsausfall verursacht: ein geschlossenes Ventil, eingeschlossene Flüssigkeit, Pumpenstillstand (Deadhead), Reglerausfall, Störung am Verdichterausgang, thermische Ausdehnung, Überdruckereignis (Surge) oder blockierter Entlüftungsweg. Das Entlastungsgerät muss die schwächste Druckgrenze unter dem glaubwürdigen Fall schützen.

01

Thermische Ausdehnung von blockierter Flüssigkeit

Flüssigkeit, die sich zwischen zwei geschlossenen Ventilen befindet, kann sich bei steigender Temperatur ausdehnen. Selbst geringe Temperaturerhöhungen können in flüssigkeitsgefüllten Rohrabschnitten hohe Drücke erzeugen, was thermische Entlastungsventile für Transferleitungen, Rohrleitungen von Tanklagern, beheizte Leitungen und Abschnitte mit kryogenen Flüssigkeiten wichtig macht.

02

Pumpenstillstand (Deadhead) oder blockierter Ausgang

Eine Kreisel-, Zahnrad-, Schrauben-, Membran- oder Verdrängerpumpe kann nachgeschaltete Rohrleitungen überlasten, wenn der Ausgang blockiert ist. Die Auslegung des Entlastungsventils sollte die Pumpenkennlinie, den maximalen Durchfluss, den Stillstandsdruck und das Rückgabe- oder Entleerungsziel berücksichtigen.

03

Ausfall eines Gasreglers

Ein Druckminderventil kann offen ausfallen und nachgeschaltete Rohrleitungen einem höheren Vordruck aussetzen. Das Sicherheitsventil sollte den nachgeschalteten MAOP, Messgeräte, Niederdruck-Sammelleitungen und angeschlossene Verbraucher schützen.

04

Überdruck am Verdichteraustritt

Steuerungsversagen eines Verdichters, blockierter Ausgang, Ausfall eines Rückführventils oder eine Antisurge-Störung können den Druck in Gaspipelines erhöhen. Der maximale Durchfluss des Verdichters, die Gasbeschaffenheit, die Austrittstemperatur und der Gegendruck der Fackel oder Entlüftung sollten geprüft werden.

05

Überdruck (Surge), Wasserschlag oder schnelles Schließen von Ventilen

Lange Flüssigkeitsleitungen können Druckstöße durch Pumpenausfälle, Notabschaltventile, schnell schließende Ladearme oder Rückschlagventile erfahren. Zusätzlich zu Standard-Sicherheitsventilen (PSVs) können Entlastungsventile für Überdruck, Akkumulatoren oder Steuerlogik erforderlich sein.

06

Molchen (Pigging), Kolbenförderung (Slugging) und eingeschlossener Druck

Molchwerfer, -empfänger und Stationsrohrleitungen können während der Isolierung, Druckentlastung oder Entleerung Gas oder Flüssigkeit einschließen. Die Auswahl des Entlastungsventils sollte das Behältervolumen, den Druckausgleich, den Kolbenmitriss und die sichere Druckentlastung berücksichtigen.

Daten für Anwendungsfälle

Anwendungsfälle für Pipeline-Sicherheitsventile mit typischen RFQ-Daten

Diese Fälle zeigen, wie Rohrleitungs-Entlastungsanforderungen üblicherweise vor der Modellauswahl beschrieben werden. Die endgültige Auslegung muss anhand des Rohrleitungsdatenblatts, des Auslegungsdrucks oder MAOP, der Fluideigenschaften, der Pumpen- oder Verdichterdaten, einer verifizierten Entlastungsberechnung und einer Sicherheitsüberprüfung vor Ort bestätigt werden.

Fall 1: Thermisches Entlastungsventil für blockierte Diesel-Transferleitung

Thermische Entlastung
Geschütztes Equipment: Diesel-Transferleitung im Tanklager
Medium: Dieselkraftstoff
Leitungsnennung: PN16 oder Class 150
Ansprechdruck: Unterhalb der Auslegungsgrenze der geschützten Leitung
Ursache der Druckentlastung: Thermische Ausdehnung von eingeschlossener Flüssigkeit
Ansprechtemperatur: Bedingung der Umgebungs-Sonnenerwärmung
Abblaseleitung: Rückführung in den Tank oder sichere Ableitung
Wichtige Überprüfung: Flüssigkeitsausdehnung, Sitzdichtheit, Gegendruck in der Rücklaufleitung und Materialverträglichkeit

Thermische Entlastungsventile sind oft klein, schützen aber flüssigkeitsgefüllte Rohrleitungen vor sehr hohem Druck. Sie sollten in blockierten Abschnitten installiert werden, wo Flüssigkeit zwischen geschlossenen Ventilen eingeschlossen werden kann.

Fall 2: Überdruck-Entlastungsventil für Rohölpumpstation

Überdruckschutz
Geschütztes Equipment: Rohöl-Pipeline-Pumpen-Entladekopf
Medium: Rohöl
Normaldruck: 35 barg
Ansprechdruck: Pipeline-MAOP-basierter Wert
Ursache der Druckentlastung: Pumpenabschaltung, schnelles Schließen des Ventils oder Entladungsstoß
Erforderliche Daten: Pumpenkennlinie, Leitungsquerschnitt, Ventilverschlusszeit und Transientenstudie
Abblaseleitung: Stoßentlastungstank oder Saugrückführung
Wichtige Überprüfung: Transienter Druck, Reaktionsgeschwindigkeit, Rückflusskapazität und Wasserschlag

Lange Flüssigkeitsleitungen erfordern möglicherweise eine Stoßentlastung anstelle eines Standard-PSV allein. Stoßfälle sollten durch eine hydraulische Transientenanalyse bestätigt werden, wenn schnelle Druckwellen auftreten können.

Fall 3: Druckreduzierstation für Erdgas – Sicherheitsventil

Reglerausfall
Geschütztes Equipment: Nachgeschalteter Gasverteilungs-Header
Medium: Erdgas
Vordruck: 40 barg
Nachgeschalteter MAOP: 8 bar Überdruck
Ansprechdruck: Unterhalb der nachgeschalteten Schutzgrenze
Ursache der Druckentlastung: Druckregler ausgefallen (offen)
Abblaseleitung: Außenliegender Entlüftungsschacht oder Abblaseleitung
Wichtige Überprüfung: Gasvolumenstrom, maximaler Durchfluss des Reglers, Geräuschpegel, Entlüftungsverteilung und Dichtheit des Sitzes

Entlastungsventile für Gaspipelines sollten auf dem nachgeschalteten MAOP und dem Ausfallfluss des Reglers basieren. Die Position des Entlüftungsschachts sollte auf Zündquellen, Lufteinlässe und Personeneinwirkung überprüft werden.

Fall 4: Thermisches Sicherheitsventil für LNG-Transferleitung

Kryogene Flüssigkeit
Geschütztes Equipment: Blockierter Abschnitt der LNG-Transferleitung
Medium: Flüssigerdgas
Service-Temperatur: Ca. -162°C
Ansprechdruck: Unterhalb des geschützten Leitungsbemessungsdrucks
Ursache der Druckentlastung: Wärmeeintrag in eingeschlossene kryogene Flüssigkeit
Abblaseleitung: BOG-Header, Entlüftungsmast oder sicheres Rückgewinnungssystem
Materialfokus: Tieftemperatur-Edelstahl
Wichtige Überprüfung: Kryogene Zähigkeit, Auslassvereisung, Gasverteilung und Verfahren zur Ventilisolierung

Die Ausdehnung von kryogenen Flüssigkeiten kann in blockierten Abschnitten zu einem starken Druckanstieg führen. Das Sicherheitsventil muss geeignete Tieftemperaturmaterialien verwenden und zu einer zugelassenen Kaltgasableitung entlüften.

Fall 5: Korrosionsbeständiges Sicherheitsventil für chemische Transferleitungen

Korrosive Flüssigkeit
Geschütztes Equipment: Säure- oder Laugentransferleitung
Medium: Salzsäure, Natronlauge oder Spezialchemikalie
Leitungsnennung: Projekt-Rohrleitungsklasse
Ansprechdruck: Unterhalb der Auslegungsgrenze der geschützten Rohrleitung
Ursache der Druckentlastung: Pumpen-Totlauf, blockierter Auslass oder thermische Ausdehnung
Abblaseleitung: Chemikalien-Rücklauftank, Wäscher oder sichere Eindämmung
Materialfokus: PTFE-ausgekleidetes, legiertes, FRP/PVC-kompatibles oder Edelstahlmaterial
Wichtige Überprüfung: Korrosion, Kristallisation, Leckage, Entleerungsfähigkeit und sichere Eindämmung

Die Druckentlastung in korrosiven Rohrleitungen muss sowohl die flüssige als auch die dampfförmige Chemie berücksichtigen. Werkstoffe für Gehäuse, Garnitur, Sitz, Dichtung und Abblaseleitung sollten anhand der tatsächlichen Konzentration und Temperatur ausgewählt werden.

Fall 6: Sicherheitsventil für Pig-Empfänger-Behälter

Pigging-Station
Geschütztes Equipment: Rohrleitungen für Pig-Empfänger-Behälter und -Fallen
Medium: Erdgas, Rohöl, Kondensat oder Mehrphasenfluid
Auslegungsdruck: Datenblattwert der Pipeline-Station
Ansprechdruck: Bemessungsdruckbasis der Fallenkonstruktion
Ursache der Druckentlastung: Isolationsfehler, eingeschlossener Druck, Slug-Mitführung oder blockierte Abblaseleitung
Abblaseleitung: Fackel, Entlüftungsleitung, geschlossene Drainage oder Abblasesystem
Erforderliche Daten: Fallenvolumen, Fluidphase, maximaler Druck und Entlastungsroute
Wichtige Überprüfung: Slug-Handhabung, Flüssigkeitsmitführung, sichere Druckentlastung und Wartungszugang

Pig-Fallen werden für Betrieb und Wartung geöffnet, daher ist die Kontrolle des eingeschlossenen Drucks entscheidend. Die Abblase- und Entlüftungsführung sollte gemeinsam geprüft werden, um unsichere Exposition während des Pigging zu vermeiden.

Betriebsdaten-Matrix

Datenmatrix für Sicherheitsventile in Rohrleitungen

Rohrleitungsbetrieb Typisches Medium Häufige Auslöser für Druckentlastung Erforderliche technische Prüfung Empfohlene Ventilprüfung Risiko bei Übersehen
Blockierte Flüssigkeitsleitung Diesel, Rohöl, Lösungsmittel, Wasser, Glykol, chemische Flüssigkeit Thermische Ausdehnung zwischen geschlossenen Ventilen Flüssigkeitsausdehnung, Leitungsdruckstufe, Ansprechdruck, Rücklaufziel Thermisches Sicherheitsventil mit kompatibler Dichtung und sicherem Rücklaufweg Rohrbruch, Flanschleckage oder Dichtungsversagen
Pumpenentlastungsleitung Rohöl, Raffinerieprodukt, chemische Flüssigkeit, Wasser Pumpenstillstand, blockierter Auslass, Druckstoß Pumpenkennlinie, Stillstandsdruck, transienter Druck, Rücklaufkapazität Sicherheitsventil, Druckstoß-Sicherheitsventil oder Pumpenrücklaufschutz Überdruck, hydraulischer Schlag oder Pumpenschaden
Gas-PRV-Station Erdgas, Brenngas, Stickstoff, Wasserstoff Reglerausfall oder nachgeschaltete Verstopfung Nachgeschalteter MAOP, maximaler Reglerdurchfluss, Entlüftungsleitung, Lärm Gas-Sicherheitsventil mit dichter Abdichtung und sicherer Entlüftung Nachgeschalteter Überdruck oder unsichere Gasfreisetzung
Kompressor-Druckleitung Erdgas, Raffineriegas, CO₂, Luft, Wasserstoff Blockierte Abführung, Rückführungsfehler, Kompressorsteuerungsfehler Maximale Kompressorleistung, Temperatur, Pulsation, Gegendruck Konventionell, Faltenbalg oder Pilotventil je nach Header-Bedingungen Kapazitätsverlust, Flattern, Ermüdung oder Überlastung der Fackel
Kryogene Transferleitung LNG, LN₂, LOX, flüssiges CO₂, kryogene Flüssigkeiten Blockierte Flüssigkeits-Wärmeleckage, Ventil-Isolierung, Verdampfung Tieftemperaturmaterial, eingeschlossenes Volumen, Vereisung am Auslass, Entlüftungsführung Kryogenes thermisches Sicherheitsventil mit genehmigter Abblaseleitung Kaltversprödung, starker Druckanstieg oder Vereisung der Entlüftungsleitung
Molch-Start-/Empfangsstation Gas, Rohöl, Kondensat, Mehrphasenfluid Isolierungsfehler, eingeschlossener Druck, blockierte Abblaseleitung, Slug-Mitführung Fangvolumen, Phasenverhalten, Flüssigkeitsmitführung und Abblaseleitung Sicherheitsventil plus gesteuerte Druckentlastung und Überprüfung der Entleerung Unsicheres Öffnen, Freisetzung gespeicherter Energie oder Entladung von Flüssigkeits-Slugs
Auswahlrahmen

So spezifizieren Sie ein Pipeline-Sicherheitsventil richtig

1. Bestätigen Sie die Druckgrenze der geschützten Pipeline

Beginnen Sie mit dem MAOP der Pipeline, dem Auslegungsdruck, der Rohrleitungsklasse, der Flanschbewertung, dem Stationsdatenblatt, der schwächsten nachgeschalteten Ausrüstung und der anwendbaren Code-Basis. Der Ansprechdruck sollte die am niedrigsten bewertete Druckgrenze schützen.

2. Definieren Sie das maßgebliche Entlastungsszenario

Überprüfen Sie thermische Ausdehnung, Pumpen-Totlauf, Kompressor-Auslass, Regler-Ausfall, blockierter Auslass, Druckstoß, Ventil-Schließung, Überfüllung, Schweine-Isolierung und Brandbelastung. Der größte glaubwürdige Fall bestimmt die Kapazität und den Ventiltyp.

3. Identifizieren Sie Medium, Phase und Fluideigenschaften

Gas, Flüssigkeit, blitzende Flüssigkeit, kryogene Flüssigkeit und Mehrphasenströmung erfordern unterschiedliche Eingaben für die Auslegung. Dichte, Molekulargewicht, Viskosität, Dampfdruck, Temperatur und Zusammensetzung sollten, sofern verfügbar, angegeben werden.

4. Überprüfen Sie Pumpen-, Kompressor- oder Reglerdaten

Für Pumpen- und Kompressorsysteme verwenden Sie die maximal glaubwürdige Ausrüstungsausgabe und nicht nur den normalen Durchfluss. Für Reglerstationen bestätigen Sie den vorgelagerten Druck, den nachgeschalteten MAOP und die Kapazität des ausgefallenen offenen Reglers.

5. Überprüfen Sie den Gegendruck und das Auslassziel

Die Entlastung kann in einen Tank, eine Saugleitung, eine Fackel, einen Entlüftungsschornstein, eine geschlossene Drainage, einen Wäscher, eine Dampfrückgewinnung oder eine BOG-Leitung erfolgen. Gegendruck, Lärm, Reaktionskraft, Gasdispersion und Flüssigkeitseindämmung müssen überprüft werden.

6. Material und Dokumentation bestätigen

Materialien für Gehäuse, Garnitur, Feder, Dichtung, Faltenbalg und Weichsitz müssen für korrosive Flüssigkeiten, Sauergas, Wasserstoff, Sauerstoff, kryogene Flüssigkeiten, Ammoniak, CO₂ oder Kohlenwasserstoff-Service geeignet sein. Erforderliche Prüfdokumente sollten vor der Produktion bestätigt werden.

Installation & Abblaseleitung

Sicherheitsventile für Pipelines müssen unter Berücksichtigung von Druckstößen, Gegendruck und sicherer Ableitungsführung geprüft werden

Warum Installationsänderungen an Pipelines die Ventilleistung beeinflussen

Druckentlastungseinrichtungen für Pipelines werden durch Leitungs­länge, Höhenprofil, Schließgeschwindigkeit des Ventils, Wasserschlag, Flare-Gegendruck, Rückleitungs­druck, statische Höhe, Vibrationen, erdverlegte oder im Freien liegende Installation, Umgebungstemperatur und Wartungszugang beeinflusst. Ein Ventil, das auf dem Papier korrekt dimensioniert ist, kann das System möglicherweise immer noch nicht schützen, wenn der Einlassdruckverlust übermäßig ist oder die Ableitungs­route eingeschränkt ist.

Die Installation sollte kurze Einlass­anschlüsse, keine unbefugte Absperrung, Auslass­unterstützung, Entwässerung, Gasdispersion, Flare- oder Entlüftungs­header-Gegendruck, Kapazität der geschlossenen Entleerung, Kapazität der Rückleitung, Surge-Reaktion, kryogene Entlüftungsvereisung und Zugänglichkeit für Kalibrierung oder Austausch berücksichtigen.

Thermische Entlastung Pipeline MAOP Druckstoßentlastung Ausfall eines Gasreglers Gegendruck Sichere Abführung

Prüfungen bei der Feldinstallation

  • Bestätigen Sie die Pipeline MAOP, die Rohrleitungsklasse und die schwächste nachgeschaltete Druckgrenze.
  • Installieren Sie thermische Sicherheitsventile in Flüssigkeitsabschnitten, die blockiert werden können.
  • Halten Sie den Druckverlust im Einlass innerhalb des Projekt-Designlimits.
  • Installieren Sie keine unbefugten Absperrventile zwischen der geschützten Leitung und der Entlastungseinrichtung.
  • Stützen Sie die Auslassleitung ab, ohne den Ventilkörper zu belasten.
  • Leiten Sie Gas-, brennbare Dampf-, giftige Dampf- und korrosive Ableitungen zu zugelassenen sicheren Orten.
  • Prüfen Sie Druckstöße, Wasserschläge, Vibrationen und zyklische Betriebsbedingungen, bevor der endgültige Standort des Ventils genehmigt wird.
Normen & Dokumentation

Normen und Dokumente vor der Bestellung prüfen

Gängige Referenzen für Pipelines und Entlastungseinrichtungen

Spezifikationen für Rohrleitungsentlastung können sich auf ASME B31.3, ASME B31.4, ASME B31.8, API 520, API 521, API 526, API 527, ISO, EN, GB, lokale Rohrleitungsregeln, Betreiberspezifikationen und Paketstandards für Stationen beziehen. Die anwendbare Code-Basis sollte vor der Angebotserstellung bestätigt werden.

  • ASME B31.3 für Prozessrohrleitungen in Raffinerien, Chemieanlagen, Gasanlagen, Versorgungssystemen und Paket-Skids.
  • ASME B31.4 für Transport- und Slurry-Rohrleitungssysteme, sofern vom Projekt gefordert.
  • ASME B31.8 für Gasübertragungs- und -verteilungsrohrleitungssysteme, einschließlich Kompressor-, Mess- und Regelstationen.
  • API 520 für die Auslegung und Auswahl von Druckentlastungseinrichtungen, wo vom Projekt gefordert.
  • API 521 für die Überprüfung von Druckentlastungs- und Druckentlastungssystemen in Prozess- und Erdölanlagen.
  • API 527 wenn eine Dichtheitsprüfung der Sitzfläche gemäß Spezifikation erforderlich ist.
  • Betreiberspezifikationen für Überdruckentlastung, thermische Entlastung, Sauergas-, Wasserstoff-, Sauerstoff-, LNG-, Ammoniak-, CO₂- oder korrosive Rohrleitungsdienste.

Typisches Dokumentenpaket für Rohrleitungsentlastung

Die Dokumentation sollte vor der Fertigung vereinbart werden, insbesondere für Rohrleitungsstationen, Pumpen-Skids, Kompressor-Skids, Gasregelstationen, LNG-Transferleitungen, Pigging-Systeme und Chemie-Transferpakete.

  • Technisches Datenblatt mit Modell, Größe, Öffnung, Ansprechdruck und Anschluss.
  • Auslegungsberechnung oder Bestätigung der zertifizierten Abblasekapazität.
  • Zertifikat zur Einstellung des Ansprechdrucks.
  • Druckprüfbericht und Dichtheitsprüfbericht für den Sitz, falls erforderlich.
  • Materialzertifikat für drucktragende Teile und Innenteile, falls spezifiziert.
  • Spezielle Reinigung, Entfettung, Tieftemperatur-, Sauergas- oder Sauerstoffreinheits-Nachweis, wenn spezifiziert.
  • Gesamtlayoutzeichnung, Abmessungen, Gewicht und Entladungsrichtung.
  • Typenschild, Tag-Nummer, Zeugenprotokoll der Inspektion und Bestätigung der Projektkennzeichnung.
Checkliste für Angebotsanfragen

Checkliste für Anfragedaten von Pipeline-Sicherheitsventilen

Erforderliche Daten Warum es wichtig ist Beispiel-Eingabe
Pipeline-Service Definiert das Entlastungsszenario, das Medium und die Konfiguration des Ventils. Flüssigkeitstransfer, Gas-PRV-Station, Verdichterauslass, Pumpenstation, Pig-Empfänger
Auslegungsdruck / MAOP Definiert die zu schützende Druckgrenze. 16 barg, 45 barg, 100 barg, 150 psi, PN40, Klasse 300
Ansprechdruck Definiert den Ansprechdruck des Ventils. Unterhalb des Pipeline-MAOP, nachgeschaltete Hauptleitungsbegrenzung, Schutzwert der Pumpenstation
Entlastungsszenario Bestimmt die erforderliche Entlastungskapazität und die Ansprechbedingung. Thermische Ausdehnung, Pumpen-Totlauf, Reglerausfall, blockierter Auslass, Druckstoß
Medium und Phase Beeinflusst Dimensionierung, Material, Entlüftung und Auslassverhalten. Erdgas, Rohöl, Diesel, Lösungsmittel, Säure, LNG, CO₂, Ammoniak, Mehrphasenfluid
Erforderliche Abblaseleistung Bestätigt, ob das Ventil die Pipeline schützen kann. kg/h, Nm³/h, SCFM, m³/h, GPM, Pumpenkennlinie, Verdichterkennfeld
Entlastungstemperatur Beeinflusst Material, Feder, Sitz und Druckstufe. Umgebung, 60°C, 120°C, -162°C LNG, Tieftemperatur-CO₂-Bedingung
Betriebsdruck Bestätigt den Betriebsmargin und das Leckagerisiko. Normaldruck, Maximaler Betriebsdruck, Minimaler Ansaugdruck
Gegendruck Beeinflusst Ventilkapazität, Stabilität und Ventiltyp. Atmosphärische Entlüftung, Fackelheader, Tankrücklauf, Saugseitiger Rücklauf, Geschlossene Drainage, BOG-Header
Material / Sonderdienst Verhindert Korrosion, Versprödung, Kontamination oder Leckage. 316SS-Ausstattung, Tieftemperaturmaterial, Sauergasbetrieb, Sauerstoffreinigung, PTFE-Sitz
Anschluss und Nennleistung Stellt Kompatibilität mit Stationsrohrleitungen und Druckklasse sicher. RF-Flansch, RTJ, NPT, Schweißende, Klasse 150–2500, PN16–PN160
Erforderliche Dokumente Vermeidet Verzögerungen bei Inspektion, Installation und Inbetriebnahme. Datenblatt, Zeichnung, MTC, Kalibrierbericht, Druckprüfung, Kapazitätszertifikat

Die endgültige Auswahl muss durch das Rohrleitungsdatenblatt, MAOP oder Auslegungsdruck, Fluideigenschaften, Pumpen- oder Verdichterdaten, Ausfallbasis des Reglers, geltenden Code, verifizierte Auslegungsbasis und technische Überprüfung bestätigt werden.

Auswahlfehler

Häufige Fehler bei der Auswahl von Sicherheitsventilen für Rohrleitungen

Blockierte Flüssigkeitsthermoexpansion ignorieren

Flüssigkeit, die sich zwischen geschlossenen Ventilen befindet, kann beim Erhitzen hohen Druck erzeugen. Ein thermisches Überdruckschutzventil ist oft erforderlich, auch wenn der normale Leitungsdruck niedrig erscheint.

Kauf nur nach Rohrleitungsgröße

Die Rohrleitungsgröße beweist nicht die Entlastungskapazität. Die Entlastung von Rohrleitungen sollte anhand des Pumpenstroms, des Kompressorstroms, des Stroms bei Reglerausfall, der thermischen Ausdehnung oder von Druckstößen überprüft werden.

Normalen Durchfluss als Entlastungsdurchfluss verwenden

Pumpen-Totlauf, blockierte Verdichterauslässe und Reglerausfälle können eine viel höhere Entlastungsrate erfordern als der normale Betriebsdurchfluss oder die durchschnittliche Förderrate.

Ignorieren von Druckstößen und Wasserschlägen

Lange Flüssigkeitsleitungen können transiente Druckspitzen durch Ventilverschluss, Pumpenausfall oder Rückschlagventil-Schlag erfahren. Ein normales Sicherheitsventil reagiert möglicherweise nicht wie ein System zur Druckstoßentlastung.

Gas an unsichere Orte abblasen

Die Abführung von Erdgas, Wasserstoff, CO₂, Ammoniak und Sauerstoff erfordert eine sichere Entlüftung. Höhe der Entlüftung, Gasdispersion, Zündquellen und Personenzugang sollten überprüft werden.

Ignorieren von Gegendruck von Rücklauf- oder Fackelsystemen

Ein Sicherheitsventil, das in eine Fackel, einen Tankrücklauf, eine geschlossene Drainage oder einen Saugerrücklauf entlastet, kann einem Gegendruck ausgesetzt sein, der die Kapazität reduziert oder einen instabilen Betrieb verursacht.

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FAQ

FAQ zu Pipeline-Sicherheitsventilen

Einer der häufigsten Gründe ist die thermische Ausdehnung von blockierter Flüssigkeit. Wenn Flüssigkeit zwischen geschlossenen Ventilen eingeschlossen ist und die Temperatur steigt, kann der Druck schnell ansteigen. Pumpen-Deadhead, Reglerausfall, Überdruck am Verdichteraustritt und Surge sind ebenfalls häufige Anwendungsfälle für Pipeline-Entlastungsventile.
Nein. Die Rohrleitungsgröße bestätigt nur die mechanische Passform. Das Ventil muss auch den Ansprechdruck, die erforderliche Abblasekapazität, das Medium, die Phase, die Temperatur, den MAOP oder den Auslegungsdruck, den Gegendruck, das Material und die erforderlichen Dokumente erfüllen.
Geben Sie den Rohrleitungsdienst, den Auslegungsdruck oder MAOP, den Ansprechdruck, das Abblaseszenario, das Medium und die Phase, die erforderliche Abblasekapazität, die Abblasetemperatur, den Betriebsdruck, den Gegendruck, die Materialanforderung, den Anschluss und die erforderlichen Dokumente an.
Ein Überdruckventil für Druckstöße sollte geprüft werden, wenn ein schnelles Schließen des Ventils, ein Pumpenausfall, ein Rückschlagventil-Schlag oder lange Flüssigkeitsleitungs-Transienten kurzzeitige Druckwellen erzeugen können. Der Schutz vor Druckstößen basiert normalerweise auf einer hydraulischen Transientenanalyse.
Die Abblaseleitung sollte zu einem sicheren Ziel geführt werden, wie z. B. Tankrücklauf, Saugrücklauf, geschlossene Drainage, Fackel, Wäscher, Entlüftungsrohr, Dampfrückgewinnung oder BOG-System. Die richtige Route hängt von der Toxizität, Entflammbarkeit, dem Druck, der Phase, der Temperatur des Mediums und den Umwelterfordernissen ab.
Technische Anfrageunterstützung

Erstellen Sie vor der Angebotserstellung ein vollständiges Datenblatt für Rohrleitungs-PSVs

Geben Sie den Rohrleitungsdienst, den MAOP oder Auslegungsdruck, den Ansprechdruck, das Abblaseszenario, das Medium und die Phase, die erforderliche Kapazität, die Abblasetemperatur, den Betriebsdruck, den Gegendruck, die Abblaseleitung, die Materialanforderung, den Anschlussstandard und die erforderlichen Dokumente an. Ein vollständiges Datenblatt hilft, unsichere Annahmen zu vermeiden und beschleunigt die technische Überprüfung.

Minimale RFQ-Daten

Rohrleitungsbetrieb
Auslegungsdruck / MAOP
Ansprechdruck
Entlastungsszenario
Medium / Phase
Erforderliche Kapazität
Temperatur
Gegendruck
Ableitungsleitung
Material
Anschluss
Dokumente

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