Sicherheitsventile für Kompressoren für Druckentlastungssysteme für Luft, Gas, Wasserstoff und Kälte
Sicherheitsventile für Kompressoren für Luft, Prozessgas, Wasserstoff, CO₂ und Kältesysteme
Sicherheitsventile für Kompressoren schützen Druckluftbehälter, Kompressor-Auslassleitungen, Zwischenstufenbehälter, Nachkühler, Ölabscheider, Gaskompressor-Pakete, Wasserstoffkompressor-Skids, CO₂-Kältesysteme, Ammoniak-Kältepakete, Stickstoffkompressoren und Brenngassysteme vor Überdruck. Die korrekte Auswahl beginnt mit dem maximalen Durchfluss des Kompressors, dem maximal zulässigen Betriebsdruck (MAWP) des geschützten Geräts, dem Ansprechdruck, dem Entlastungsszenario, den Gas-Eigenschaften, der Auslasstemperatur, Pulsation, Vibration, dem Gegendruck, der sicheren Ableitung und der erforderlichen Prüfdokumentation.
Wo Sicherheitsventile in Kompressorsystemen eingesetzt werden
Die Druckentlastung von Kompressoren unterscheidet sich von der Absicherung statischer Behälter, da Durchfluss, Pulsation, Vibration, Auslasstemperatur und Regelungsreaktion die Ventilleistung beeinflussen. Das Ventil muss den Behälter, die Zwischenstufen-Ausrüstung, das Kompressor-Paket oder das nachgeschaltete System unter dem glaubwürdigen Fall eines blockierten Durchflusses oder eines Steuerungsversagens schützen.
Druckluftsysteme
Eingesetzt an Luftbehältern, Schraubenkompressor-Aggregaten, Kolbenkompressoren, Nachkühlern, Trocknern und Anlagenluftleitungen. Die Auswahl sollte den maximal zulässigen Arbeitsdruck (MAWP) des Behälters, den maximalen Durchfluss des Kompressors, den Ansprechdruck, die Entwässerung, die Auslassrichtung und den Inspektionszugang bestätigen.
Kolbenkompressoren für Gase
Eingesetzt an Entladungsbehältern, Zwischenstufentrennbehältern, Pulsationsdämpfern, Saugsammlern und Prozessgas-Kompressor-Skids. Wichtige Prüfungen umfassen Pulsation, Vibration, Flüssigkeitsmitführung, Zylinderstufendruck und sichere Entladungsführung.
Zentrifugalkompressoren für Prozessgase
Eingesetzt an Kompressor-Entladungsleitungen, Rückführsystemen, Antisurge-Leitungen, Dichtungsgassystemen und Gasaufbereitungs-Aggregaten. Die Überprüfung der Druckentlastung sollte blockierte Auslässe, Ausfall des Rückführventils, Störungen der Surge-Regelung und Rückstau-Gegendruck berücksichtigen.
Wasserstoff- und Brenngaskompressoren
Eingesetzt an Wasserstoff-, Erdgas-, Brenngas- und Synthesegas-Kompressor-Skids. Die Auswahl sollte Hochdruck, Dichtheit, Materialverträglichkeit, zündsichere Entlüftung, Vibration und Anschlussintegrität prüfen.
CO₂- und Ammoniak-Kältekompressoren
Eingesetzt an Kompressor-Entladungsleitungen, Behältern, Ölabscheidern und Kälteaggregaten. Das Phasenverhalten von CO₂, das Risiko von Trockeneis, die Toxizität von Ammoniak, die Entladungsführung und das Tieftemperaturmaterial sollten überprüft werden.
Ölgeschmierte Schraubenkompressor- und Ölabscheider-Aggregate
Eingesetzt an Ölabscheidern, Luft-/Ölbehältern, Schmierstoffkreisläufen und kompakten Kompressoraggregaten. Die Auslegung der Druckentlastung sollte das Abscheidervolumen, die Ölmitführung, die Temperatur, die Auslassbeschränkung und die sichere Rückführungs- oder Entlüftungsleitung berücksichtigen.
Auswahl von Kompressor-Sicherheitsventilen beginnt mit dem Fall einer Blockierung des Durchflusses oder eines Regelungsfehlers
Sicherheitsventile für Kompressoren werden üblicherweise für den maximalen glaubwürdigen Kompressorstrom bei Überdruck ausgelegt. Das geschützte Bauteil kann das Kompressorgehäuse, die Druckleitung, den Abscheider, die Zwischenstufe, den Nachkühler, den Ölabscheider oder nachgeschaltete Niederdruckausrüstung sein.
Blockierte Druckleitung oder geschlossenes nachgeschaltetes Ventil
Wenn ein Kompressor weiterhin gegen eine blockierte Druckleitung fördert, kann der Druck schnell ansteigen. Dies ist ein primärer Überdruckfall für Luftkompressoren, Gaskompressoren, Kompressor-Druckleitungen und komplette Anlagen (Skids).
Ausfall der Kompressorsteuerung oder Entlastung
Ein defekter Druckschalter, eine fehlerhafte Kapazitätsregelung, eine defekte Entlastung, ein Bypassventil oder ein Antisurge-System kann dazu führen, dass der Druck die Auslegung des geschützten Geräts überschreitet. Das Ventil sollte für die maximale glaubwürdige Kompressorleistung ausgelegt werden.
Zwischenstufen-Überdruck
Mehrstufige Hubkolbenkompressoren und Hochdruck-Kompressorstränge erfordern einen Schutz der Zwischenstufen. Druckungleichgewichte zwischen den Stufen, blockierte Auslässe von Zwischenkühlern oder nachgeschaltete Einschränkungen können Zwischenstufenbehälter oder Kühler überlasten.
Überdruck im Abscheider oder Behälter
Luftbehälter, Gasbehälter, Ölabscheider und Saugsammler können durch den Kompressorauslass, Ausfall von Reglern, blockierte Auslässe oder externe Wärmezufuhr überlastet werden. Der maximal zulässige Betriebsdruck (MAWP) des Behälters und die zertifizierte Kapazität müssen bestätigt werden.
Störung am Kältekompressor-Auslass
CO₂, Ammoniak- und Kältemittelkompressoren können bei Ausfall des Verflüssigers, Wärmezufuhr, blockiertem Auslass oder Steuerungsversagen hohe Auslassdrücke aufweisen. Die Überdruckprüfung sollte das Phasenverhalten des Kältemittels und das sichere Ziel der Auslassleitung berücksichtigen.
Ausfall eines Wasserstoff- oder Brenngasreglers
Kompressorpakete beinhalten oft Druckregelung und nachgeschaltete Gasverbraucher. Ein ausgefallener Regler kann Niederdruckausrüstung einem hohen Kompressorabgasdruck aussetzen, was eine sichere Gasableitung und eine Überprüfung der dichten Absperrung erfordert.
Anwendungsfälle für Sicherheitsventile bei Kompressoren mit typischen RFQ-Daten
Diese Fälle zeigen, wie die Anforderungen an Sicherheitsventile für Kompressoren üblicherweise vor der Modellauswahl beschrieben werden. Die endgültige Auslegung muss durch Kompressorleistungsdaten, den zulässigen maximalen Betriebsdruck (MAWP) der geschützten Ausrüstung, eine verifizierte Auslegungsberechnung und den anwendbaren Code bestätigt werden.
Fall 1: Sicherheitsventil für Behälter von Schraubenkompressoren
DruckluftSicherheitsventile für Luftkompressoren sollten nach dem Behälter-MAWP und dem maximalen Kompressordurchfluss ausgewählt werden. Die Anschlussgröße allein bestätigt nicht die Kapazität, und das Ventil sollte so installiert werden, dass es den Behälter ohne unbefugte Isolierung schützen kann.
Fall 2: Sicherheitsventil (PSV) für die Abgasseite von Kolbenkompressoren für Erdgas
ProzessgasPSVs für Kolbenkompressoren müssen Pulsation und Vibration tolerieren. Die Ventilstabilität, die Einlassleitung, der Auslass-Gegendruck und die Rohrleitungsunterstützung sollten vor der endgültigen Auswahl geprüft werden.
Fall 3: Wasserstoffkompressor-Zwischenstufen-Entlastungsventil
WasserstoffanwendungWasserstoffkompressor-Service erfordert mehr als nur die Druckstufe. Sitzdichtheit, Materialverträglichkeit, Leckwege, Position des Entlüftungsschornsteins und Zündkontrolle sollten im RFQ enthalten sein.
Fall 4: PSV für Zentrifugalkompressor-Abgasleitung
Blockierter AuslassDie Überprüfung von Zentrifugalkompressor-Entlastungen sollte die Leistungsdaten des Kompressors und nicht nur den normalen Betriebsdurchfluss verwenden. Der Gegendruck von Fackelsystemen kann den Ventiltyp und die Kapazität beeinflussen.
Fall 5: Entlastung am Austritt eines CO₂-Kältemittelkompressors
KältetechnikDie Entlastung von CO₂-Kompressoren kann unter bestimmten Austrittsbedingungen zu schneller Abkühlung und möglicher Feststoffbildung führen. Das Entlüftungsdesign sollte Blockaden vermeiden und das Gas von bewohnten oder schlecht belüfteten Bereichen wegleiten.
Fall 6: Sicherheitsventil für Sauerstoffkompressor-Paket
SauerstoffreinSicherheitsventile für Sauerstoffkompressoren müssen für Sauerstoffreinheit und Materialkompatibilität spezifiziert werden. Öl, Fett, inkompatible Elastomere oder kontaminierte Teile können ein ernsthaftes Zündrisiko darstellen.
Datenmatrix für Kompressor-Sicherheitsventile
| Kompressorservice | Typisches Medium | Häufige Auslöser für Druckentlastung | Erforderliche technische Prüfung | Empfohlene Ventilprüfung | Risiko bei Übersehen |
|---|---|---|---|---|---|
| Luftkompressor und Behälter | Druckluft, Ölnebel, Instrumentenluft | Steuerungsfehler, blockierter Auslass, Überdruck im Empfänger | Maximal zulässiger Betriebsdruck des Empfängers, maximale Durchflussrate des Kompressors, Entwässerung, Inspektionszugang | Federbelastetes Sicherheitsventil mit zertifizierter Luftkapazität | Überdruck im Abscheider oder unterdimensioniertes Ventil |
| Hubkolben-Gaskompressor | Erdgas, Raffineriegas, Stickstoff, Prozessgas | Blockierter Auslass, Blockade zwischen den Stufen, Überdruck im Zylinder | Pulsation, Vibration, Stufendruck, Temperatur und Gasdurchsatz | Gas-Sicherheitsventil mit stabiler Installation und gestützter Rohrleitung | Flattern, Leckage, Ermüdung oder unsichere Gasfreisetzung |
| Turbokompressor | Kohlenwasserstoffgas, Prozessgas, Luft, CO₂ | Blockierter Auslass, Antisurge-Störung, Ausfall des Rückführventils | Kompressorkennlinie, maximaler Durchfluss, Gaseigenschaften und Gegendruck | Konventionelles Ventil, Faltenbalgventil oder Pilotventil je nach Gegendruck | Kapazitätsmangel oder instabiler Betrieb in die Flare-Leitung |
| Wasserstoffkompressor | Wasserstoff, Synthesegas, Wasserstoff für Brennstoffzellen | Blockierter Ausgang, Reglerausfall, Zwischenstufendruckanstieg | Dichtheit, Materialverträglichkeit, Entlüftungsleitung und Zündkontrolle | Hochdruck-Gasventil mit dichtem Sitz und kompatibler Verkleidung | Wasserstoffleckage, Zündgefahr oder Materialschäden |
| Kältekompressor | CO₂, Ammoniak, HFC-Kältemittel, Kohlenwasserstoff-Kältemittel | Kondensatorausfall, Wärmeeintrag, blockierter Ausgang, Kompressorstörung | Phasenverhalten, Toxizität, Tieftemperatur und sichere Ableitungsroute | Mediumspezifisches Druckentlastungsventil mit genehmigter Entlüftungsanordnung | Trockeneisblockade, toxische Freisetzung oder unsichere Innenentlüftung |
| Ölabscheiderpaket | Luft/Öl-Gemisch, Kältemittel/Öl, Kompressorschmierstoff | Abscheiderblockade, Auslassbeschränkung, Wärmeausdehnung | Ölmitführung, Temperatur, Rücklaufleitung und maximal zulässiger Betriebsdruck des Abscheiders | Druckentlastungsventil ausgelegt für Gas/Öl-Betrieb und Auslassführung | Ölnebel-Freisetzung, Abscheider-Überdruck oder Brandrisiko |
So spezifizieren Sie ein Kompressor-Sicherheitsventil richtig
1. Bestätigen Sie die geschützte Ausrüstung
Identifizieren Sie, ob das Ventil das Kompressorgehäuse, die Auslassleitung, den Sammler, die Zwischenstufenflasche, den Nachkühler, den Ölabscheider, das Filtergehäuse, das Gaskid oder die nachgeschaltete Niederdruckleitung schützt. Die schwächste geschützte Druckgrenze bestimmt die maximal zulässige Ansprechdruckgrenze.
2. Verwenden Sie den maximalen Durchfluss des Kompressors, nicht nur den Normaldurchfluss
Die Auslegung von Sicherheitsventilen sollte auf dem maximal glaubwürdigen Kompressordurchfluss unter Entlastungsbedingungen basieren. Der normale Anlagenbedarf oder der durchschnittliche Betriebsdurchfluss reicht für Fälle von blockierter Entlastung oder Steuerungsversagen nicht aus.
3. Definieren Sie die Gaseigenschaften und die Entlastungstemperatur
Das Molekulargewicht, die Kompressibilität, das spezifische Wärme-Verhältnis, die Austrittstemperatur, das Phasenverhalten und mögliche Öl- oder Flüssigkeitsmitführung beeinflussen die Auslegung und die Auswahl des Ventils. Kälte- und Wasserstoffanwendungen erfordern besondere Aufmerksamkeit.
4. Überprüfen Sie Pulsation, Vibration und Zyklen
Kompressorsysteme können pulsierende Strömungen, Vibrationen und wiederholte Druckzyklen erzeugen. Einlassleitungen, Ventilposition, Lagerung, Federauswahl und Betriebsmarge sollten überprüft werden, um Flattern und Leckagen zu reduzieren.
5. Überprüfen Sie die Entlastungsleitung und den Gegendruck
Kompressor-Sicherheitsventile können in die Atmosphäre, einen Entlüftungsschornstein, eine Fackel, eine Sammelleitung, die Saugrückführung oder die Ölabscheiderrückführung entlasten. Gegendruck, Lärm, Gasverteilung, Flüssigkeitsmitführung und Zündgefahr müssen überprüft werden.
6. Bestätigen Sie Materialien und Dokumentation
Materialien für Gehäuse, Dichtung, Feder, Dichtung, Faltenbalg und Weichdichtung sollten für die Anwendung mit Luft, Wasserstoff, Sauerstoff, Erdgas, Ammoniak, CO₂, Kältemittel oder Öl geeignet sein. Erforderliche Kalibrierungs-, Druckprüfungs- und Materialaufzeichnungen sollten vor der Fertigung bestätigt werden.
Sicherheitsventile für Kompressoren müssen im Hinblick auf Rohrleitungen, Pulsation und Entlüftung überprüft werden
Warum Installationsänderungen bei Kompressoren die Ventilleistung beeinflussen
Kompressoren erzeugen dynamischen Druck, Vibrationen, Pulsationen, hohe Austrittstemperaturen und manchmal Öl- oder Flüssigkeitsmitführung. Ein Sicherheitsventil, das auf dem Papier richtig dimensioniert ist, kann dennoch schlecht funktionieren, wenn das Einlassrohr lang ist, der Auslass nicht abgestützt ist, die Entlüftungsleitung übermäßigen Gegendruck erzeugt oder das Ventil in einer Zone mit hoher Pulsation installiert ist.
Die Installation von Kompressor-Sicherheitsventilen sollte Folgendes berücksichtigen: kurze Einlassverbindung, keine unbefugte Absperrung zwischen geschütztem Gerät und Ventil, Auslassabstützung, Entwässerung, Vibrationsisolierung, Gegendruck der Fackel oder Entlüftungsleitung, sichere Gasableitung und Wartungszugang für Kalibrierung.
Prüfungen bei der Feldinstallation
- Installieren Sie das Ventil so nah wie praktisch am geschützten Behälter oder Bauteil am Austritt. .
- Platzieren Sie keine unbefugten Absperrventile zwischen dem geschützten Luftbehälter und dem Sicherheitsventil.
- Halten Sie den Druckverlust im Einlass innerhalb des Projekt-Designlimits.
- Auslassrohrleitung ohne Belastung des Ventilkörpers unterstützen.
- Leiten Sie Wasserstoff, Brenngas, Ammoniak, CO₂ und Sauerstoff zu zugelassenen sicheren Orten ab.
- Sorgen Sie für Entwässerung, wo sich Kondensat, Öl oder mitgeführte Flüssigkeit ansammeln kann.
- Prüfen Sie Pulsation, Vibration und wiederholte Zyklen, bevor der endgültige Standort des Ventils genehmigt wird.
Normen und Dokumente vor der Bestellung prüfen
Gängige Normenreferenzen
Die Spezifikationen für Druckentlastung bei Kompressoren können sich auf ASME, API, ISO, OSHA, EN, GB, lokale Druckbehältervorschriften, Kältekreisvorschriften oder Standards des Betreibers beziehen. Die anwendbare Code-Grundlage sollte vor der Angebotserstellung bestätigt werden.
- ASME BPVC Abschnitt VIII wenn Luftbehälter, Gasbehälter und Kompressorbehälter als Druckbehälter ausgelegt sind.
- ASME BPVC Abschnitt XIII wenn Regeln für Überdruckschutz für Druckgeräte vorgeschrieben sind.
- API 520 für die Auslegung und Auswahl von Druckentlastungseinrichtungen, wo vom Projekt gefordert.
- API 521 für die Überprüfung von Druckentlastungs- und Druckentlastungssystemen in Prozessgasanlagen.
- API 527 wenn eine Dichtheitsprüfung der Sitzfläche gemäß Spezifikation erforderlich ist.
- API 617, API 618 oder API 619 können in Spezifikationen für Kompressorpakete für Zentrifugal-, Kolben- oder Schraubenkompressorprojekte erscheinen.
- OSHA, lokale Kessel- und Druckbehältervorschriften, Kältekreisvorschriften und, falls zutreffend, Standards des Betreibers.
Typisches Dokumentenpaket
Die Dokumentation sollte vor der Fertigung vereinbart werden, insbesondere für Luftbehältersysteme, Prozessgaskompressor-Skids, Wasserstoffkompressoren, Kältepakete und klassifizierte Industrieanlagen.
- Technisches Datenblatt mit Modell, Größe, Öffnung, Ansprechdruck und Anschluss.
- Zertifizierte Entlastungskapazität oder Auslegungsberechnung basierend auf dem maximalen Durchfluss des Kompressors.
- Zertifikat zur Einstellung des Ansprechdrucks.
- Druckprüfbericht und Dichtheitsprüfbericht für den Sitz, falls erforderlich.
- Materialzertifikat für drucktragende Teile und Innenteile, falls spezifiziert.
- Sauerstoffreinigung, Entfettung oder spezielle Verpackungsaufzeichnungen, wenn Sauerstoffdienst spezifiziert ist.
- Gesamtlayoutzeichnung, Abmessungen, Gewicht und Entladungsrichtung.
- Typenschild, Tag-Nummer, Zeugenprotokoll der Inspektion und Bestätigung der Projektkennzeichnung.
Checkliste für Datenanfragen (RFQ) für Kompressor-Sicherheitsventile
| Erforderliche Daten | Warum es wichtig ist | Beispiel-Eingabe |
|---|---|---|
| Kompressortyp | Definiert das Strömungsverhalten, Pulsation und den Entlastungsfall. | Schrauben-, Hubkolben-, Kreisel-, Drehschieber-, Scroll-, Membranverdichter |
| Geschütztes Equipment | Definiert die Druckgrenze und den eingestellten Druckgrenzwert des Ventils. | Luftbehälter, Druckleitung, Zwischenbehälter, Nachkühler, Ölabscheider |
| BGV / Auslegungsdruck | Definiert den maximal zulässigen Druck für die geschützte Ausrüstung. | 10 barg, 45 barg, 100 barg, 250 psi |
| Ansprechdruck | Definiert den Ansprechdruck des Ventils. | 10 barg, 45 barg, 100 barg, 145 psi |
| Medium | Bestimmt Auslegung, Material, Leckage- und Entlüftungsanforderungen. | Luft, Stickstoff, Erdgas, Wasserstoff, Sauerstoff, CO₂, Ammoniak, Kältemittel |
| Maximale Kompressorleistung | Bestätigt, ob das Ventil den Fall einer blockierten Strömung entlasten kann. | Nm³/h, SCFM, kg/h, Verdichterkennlinie, Nennleistung bei Entlastungsdruck |
| Entlastungsszenario | Bestimmt die maßgebliche Kapazitätsbasis. | Blockierte Abführung, Regelungsversagen, Zwischenblockade, Reglerversagen |
| Entlastungstemperatur | Beeinflusst Material, Feder, Dichtung und Druckstufe. | Umgebung, 80°C, 120°C, 180°C, Tieftemperatur-CO₂-Bedingung |
| Betriebsdruck | Bestätigt den Betriebsmargin und das Leckagerisiko. | Normaldruck, maximaler Betriebsdruck, Entlastungsdruck |
| Gegendruck | Beeinflusst Ventilkapazität und Stabilität. | Atmosphärische Entlüftung, Fackelheader, Entlastungsheader, Saugrückführung, Ölabscheider-Rückführung |
| Material / Sonderdienst | Verhindert Korrosion, Kontamination, Leckage oder Zündrisiko. | 316SS-Ausstattung, Tieftemperaturmaterial, Sauerstoffreinigung, Wasserstoffbetrieb, PTFE-Sitz |
| Erforderliche Dokumente | Vermeidet Verzögerungen bei Inspektion, Installation und Inbetriebnahme. | Datenblatt, Zeichnung, MTC, Kalibrierbericht, Druckprüfung, Kapazitätszertifikat |
Die endgültige Auswahl muss durch das Verdichterdatenblatt, den maximal zulässigen Betriebsdruck (MAWP) der geschützten Ausrüstung, die Leistungscharakteristik des Verdichters, die Gasbeschaffenheit, den geltenden Code, die verifizierte Auslegungsbasis und die technische Überprüfung bestätigt werden.
Häufige Auswahlfehler bei Sicherheitsventilen für Verdichter
Nur nach Anschlussgröße kaufen
Ein Ventil, das zum Verdichterpaket passt, kann dennoch unterdimensioniert sein. Der maximale Durchfluss des Verdichters und der MAWP der geschützten Ausrüstung müssen vor der Auswahl überprüft werden.
Verwendung des normalen Betriebsdurchflusses als Abblasedurchfluss
Blockierte Abblaseleitung und Steuerungsversagen können die Entlastung der maximalen Kapazität des Verdichters erfordern. Der normale Anlagenbedarf stellt nicht die schlimmste glaubwürdige Abblaslast dar.
Ignorieren von Pulsation und Vibration
Kompressor-Pulsationen können Rattern, Leckagen, Ermüdung und instabilen Betrieb verursachen. Ventilposition, Einlassrohrleitung und Halterungen sollten überprüft werden.
Entlüftung von gefährlichem Gas in unsichere Bereiche
Die Druckentlastung von Wasserstoff, Brenngas, Ammoniak, CO₂ und Sauerstoff erfordert eine sichere Ableitung. Lüftungsrichtung, Gasverteilung, Zündquellen und Personeneinwirkung müssen überprüft werden.
Ignorieren des Flare- oder Entlastungsheader-Gegendrucks
Kompressor-PSVs entlüften oft in Header. Gegendruck kann die Kapazität reduzieren oder ein faltenbalg-kompensiertes oder pilotgesteuertes Design erfordern.
Ersetzung nur anhand des alten Typenschilds
Typenschilddaten helfen, aber der Austausch sollte die aktuelle Kompressorkapazität, die Auslegung des geschützten Geräts, die Gaszusammensetzung, die Temperatur, die Entlüftungsleitung und die erforderlichen Dokumente bestätigen.
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FAQ zu Kompressor-Sicherheitsventilen
Vollständiges Datenblatt für Kompressor-Sicherheitsventile vor der Angebotserstellung vorbereiten
Geben Sie den Kompressortyp, die geschützte Ausrüstung, den maximal zulässigen Betriebsdruck (MAWP), den Ansprechdruck, die Gaszusammensetzung, den maximalen Durchfluss des Kompressors, das Entlastungsszenario, die Entlastungstemperatur, den Betriebsdruck, den Gegendruck, die Auslassleitung, die Materialanforderung, den Anschlussstandard und die erforderlichen Dokumente an. Ein vollständiges Datenblatt hilft, unsichere Annahmen zu vermeiden und beschleunigt die technische Prüfung.
